# Israels Wahl: Kein klarer Sieger, arabische Parteien entscheidend Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-28T07:16:38+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-28T07:16:38+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/israels-wahl-kein-klarer-sieger-arabische-parteien-entscheidend-771587/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Netanjahu und Eisenkot gleichauf – arabische Parteien als Königsmacher Bei der Parlamentswahl in Israel hat sich kein klarer Sieger durchgesetzt. Erste Hochrechnungen der israelischen Sender Channel 11, Channel 13 und Kan zeigen, dass weder das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch das Bündnis um seinen Herausforderer Gadi Eisenkot eine absolute Mehrheit im 120 Sitze zählenden Knesset erreicht hat. Beide Lager liegen gleichauf, was die Regierungsbildung erschwert. ## Likud führt Prognosen an arabische Parteien wachsen Netanjahus Likud-Partei liegt laut den Prognosen mit 25 bis 27 Sitzen an der Spitze. Eisenkots Mitte-Partei Jaschar folgt mit 21 bis 22 Mandaten, wie die Tagesschau und das ZDF berichten. Die arabischen Parteien, darunter die Raam-Partei und die Vereinigte Liste, haben deutliche Zugewinne verzeichnet und könnten mit insgesamt bis zu 17 Sitzen eine zentrale Rolle bei der Regierungsbildung spielen. ### Arabische Parteien entscheiden über Regierungsbildung Die arabischen Parteien könnten als Königsmacher fungieren, da sie sowohl mit Netanjahu als auch mit Eisenkot potenziell eine Koalition eingehen könnten. Dies würde jedoch eine historische Zusammenarbeit erfordern, da arabische Parteien in der Vergangenheit selten in israelische Regierungen eingebunden waren. ### Koalitionsverhandlungen drohen langwierig zu werden Die Unsicherheit über die künftige Regierung führt zu politischen Spannungen. Beide Lager werden nun versuchen, mögliche Koalitionspartner zu gewinnen, um eine stabile Mehrheit zu sichern. Die Verhandlungen könnten sich als langwierig und kompliziert erweisen. ### Sechste Wahl droht bei gescheiterter Einigung Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte Israel vor einer weiteren Wahl stehen. Dies wäre bereits die sechste Wahl innerhalb von vier Jahren und würde die politische Instabilität des Landes weiter vertiefen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück