Die Mehrheit der Deutschen sieht ihre Urlaubspläne trotz des Iran-Konflikts derzeit nicht gefährdet. Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts Ipsos machen sich 57 Prozent der Befragten keine Sorgen um ihre Reiseplanung, auch wenn insbesondere steigende Kosten für Verunsicherung sorgen.
Mehrheit zeigt sich unbesorgt
Nach den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen der Online-Befragung des Instituts Ipsos geben 57 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland an, sich aktuell keine Sorgen um ihre Reiseplanung zu machen. Ein genauerer Blick auf die Stimmungslage zeigt, dass lediglich 15 Prozent sehr besorgt sind, dass sich der Iran-Konflikt auf ihre Urlaubspläne in diesem Jahr auswirken könnte. Weitere 21 Prozent bezeichnen sich als etwas besorgt. Demgegenüber steht eine Mehrheit, die entweder wenig (20 Prozent) oder gar nicht (37 Prozent) besorgt ist.
Wo Bedenken geäußert werden, betreffen sie vor allem steigende Reisekosten. Unter den Besorgten nennen 38 Prozent die Preise als Hauptgrund. Ipsos hatte 1.000 Wahlberechtigte im Alter von 18 bis 75 Jahren in Deutschland online befragt, gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl. Die Befragung wurde vom 8. bis zum 10. Mai 2026 durchgeführt.
Jüngere deutlich verunsicherter
Der Blick auf die Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede: Unter den 18-bis-39-Jährigen ist die Verunsicherung am größten. In dieser Gruppe sind 44 Prozent der Befragten etwas oder sehr besorgt, während nur 25 Prozent überhaupt nicht besorgt sind. Bei den 40-bis-59-Jährigen sowie den Über-60-Jährigen liegt der Anteil der Besorgten jeweils bei einem Drittel (33 Prozent). Zugleich ist dort der Anteil der überhaupt nicht Besorgten mit 42 Prozent beziehungsweise 43 Prozent deutlich höher als in der jüngsten Altersgruppe.
Kosten vor Sicherheitslage im Vordergrund
Gefragt nach dem größten Sorgenfaktor bei der Reiseplanung steht der Kostendruck klar an erster Stelle. Unter den Besorgten nennen 38 Prozent höhere Kosten für Flüge und Treibstoff als Hauptsorge. Dahinter folgt die Sicherheitslage: 20 Prozent befürchten, dass sich der Iran-Konflikt auf das eigene Reiseziel ausweiten könnte. Weitere 14 Prozent sind besorgt über mögliche Luftraumsperrungen, Umleitungen oder Flugausfälle. 8 Prozent der Besorgten empfinden ein generelles Unbehagen, Urlaub in einer Krisenregion zu machen. Am seltensten wird befürchtet, dass die Reiserücktrittsversicherung im Ernstfall nicht greift; dies geben 3 Prozent der Besorgten an.
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