# IOC führt verpflichtende DNA-Tests für Frauenwettbewerbe ein Datum: 26.03.2026 15:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ioc-fuehrt-verpflichtende-dna-tests-fuer-frauenwettbewerbe-ein-696047/ --- Das Internationale Olympische Komitee (IOC) führt künftig verpflichtende DNA-Tests für Frauen ein, die in der Frauenklasse antreten wollen. Nur Sportlerinnen ohne nachweisbares Y-Chromosom dürfen starten, mit Ausnahmen für bestimmte medizinische Diagnosen. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry begründet die Neuregelung mit Fairness- und Sicherheitsaspekten im Frauensport. ## IOC legt Teilnahme an Frauenwettbewerben neu fest Künftig sollen laut IOC nur noch Sportlerinnen in der Frauenklasse starten dürfen, bei denen in DNA-Tests kein Y-Chromosom nachgewiesen wird. Eine Ausnahme ist für Menschen vorgesehen, bei denen sogenannte „Störungen der Geschlechtsentwicklung“ diagnostiziert wurden, etwa wenn der Körper nicht auf Testosteron reagiert („Androgeninsensitivitätssyndrom“). IOC-Präsidentin Kirsty Coventry erklärte zur Begründung der neuen Regelung, es liege auf der Hand, dass es „nicht fair wäre, wenn biologische Männer in der Frauenklasse antreten würden“. Außerdem wäre dies ihrer Ansicht nach „in manchen Sportarten schlichtweg nicht sicher“. Die Aussagen wurden vom IOC am Donnerstag mitgeteilt. ### Lange Debatte über Geschlechtertests im Sport Seit den 1940er Jahren wird über Geschlechtertests im Sport diskutiert. 1966 mussten bei der Leichtathletik-Europameisterschaft Frauen sich vor einem Ärztegremium nackt ausziehen und ihre Genitalien abtasten lassen. Ab 1967 führte das IOC eine neue Regelung ein, nach der mit einem Abstrich der Mundschleimhaut geprüft wurde, welche Chromosomen eine Person hat. Im selben Jahr wurde deshalb die polnische Leichtathletin und Olympiasiegerin Ewa Klobukowska in der Frauenklasse gesperrt, die im Folgejahr einen Sohn zur Welt brachte. In den 1990er Jahren wurde vom System der Abstriche in der Mundschleimhaut umgestellt auf DNA-Tests bei sogenannten Verdachtsfällen. Transgeschlechtlichen Menschen wurden geschlechtsangleichende Operationen vorgeschrieben. Ab 2011 setzte der Leichtathletik-Dachverband IAFF auf Testosteron-Tests, da ein entsprechender genetischer „Bauplan“ nicht bei allen Menschen die körperliche Entwicklung bestimmt. Die Neuregelung hatte mitunter zur Folge, dass gesunde Frauen Hormonblocker nehmen mussten, um natürlich auftretende hohe Testosteronwerte zu reduzieren. ### Medizinische Ausnahmen und frühere Praxis Mit der jetzt angekündigten Regelung des IOC knüpft die Organisation an die lange Geschichte von Geschlechtertests im Leistungssport an, setzt aber erneut andere Schwerpunkte. Während früher vor allem körperliche Untersuchungen und später Chromosomen- oder Hormonanalysen im Vordergrund standen, soll nun der Nachweis eines Y-Chromosoms zum zentralen Kriterium werden, mit der Einschränkung, dass bei „Störungen der Geschlechtsentwicklung“ Ausnahmen möglich sind. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück