# Innenminister fordern schnellere Abschiebungen krimineller Syrer aus Deutschland Datum: 01.04.2026 13:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/innenminister-fordern-schnellere-abschiebungen-krimineller-syrer-aus-deutschland-698419/ --- Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), dringt auf mehr Tempo der Bundesregierung bei Abschiebungen von Straftätern nach Syrien. Zugleich warnt er vor möglichen Folgen für den Arbeitsmarkt, sollte sich der Schutzstatus vieler gut integrierter Syrer ändern. ## Grote fordert Rückführung von Straftätern Andy Grote, derzeitiger Vorsitzender der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern, hat mehr Tempo der Bundesregierung bei Abschiebungen von Straftätern nach Syrien verlangt. Wie viele Syrer tatsächlich ausreisepflichtig werden, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös bewerten, sagte der Hamburger Innensenator den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). „Fürs Erste wäre uns schon geholfen, wenn Straftäter verlässlich nach Syrien zurückgeführt werden könnten. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht, die Voraussetzungen hierfür zu schaffen“, hob Grote hervor. Eine „veränderte Lage in Syrien“ könne dazu führen, dass bei „vielen anerkannten Flüchtlingen aus Syrien der Schutzstatus entfällt“, so Grote gegenüber den Funke-Zeitungen. Die Entscheidung hierzu liege beim Bamf. Das führe aber nur zur Ausreisepflicht, wenn nicht andere Aufenthaltsrechte aufgrund etwa von Ausbildung, Berufstätigkeit oder Familie bestehen würden. ### Bedenken wegen Arbeitskräftemangel Grote sagte den Funke-Zeitungen weiter, bei gut integrierten Syrern würde eine Ausreise auch Arbeitskräftemangel verstärken. Damit verweist der Innensenator auf mögliche Auswirkungen veränderter ausländerrechtlicher Rahmenbedingungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. ### Aussagen des syrischen Übergangspräsidenten Bei einem Besuch am Montag in Berlin hatte der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Ziel genannt, dass rund 80 Prozent der derzeit in Deutschland lebenden Syrer in den nächsten drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren. „Wir haben diese Zahl zur Kenntnis genommen, sind uns aber der Dimension der Aufgabe bewusst“, sagte Merz am Dienstag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück