# Inflation steigt auf 2,9 Prozent durch Energiepreise Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-31T16:46:41+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-31T17:27:32+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/inflation-steigt-auf-29-prozent-durch-energiepreise-749748/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Hohe Sprit- und Heizkosten treiben die Teuerung in Deutschland an. Die Inflation in Deutschland ist im August erneut gestiegen und liegt nun bei 2,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, treiben vor allem die stark gestiegenen Energiepreise die Teuerung an. Kraftstoffe und Heizöl verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,5 Prozent. Die Bundesbank warnt, dass sich das Leben in den kommenden Monaten weiter verteuern könnte, da der Iran-Konflikt die wichtige Meerenge Straße von Hormus blockiert hält und die Ölpreise hoch bleiben. Der ADAC rechnet sogar mit dem teuersten Tankjahr aller Zeiten für 2026. Nach dem Auslaufen des staatlichen Tankrabatts im Juli sprang die Inflationsrate bereits um 0,5 Punkte auf 2,8 Prozent, wie die Zeit unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Im August setzte sich dieser Trend fort, wobei die Preise für Nahrungsmittel nur leicht um 0,1 Prozent stiegen. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie blieb bei 2,4 Prozent stabil. ## Niedrigwasser am Rhein treibt Heizölpreise hoch Die Folgen der hohen Energiepreise sind auch in der Logistik spürbar. Wie der Spiegel berichtet, belastet das Niedrigwasser am Rhein die Lieferketten zusätzlich. Raffinerien, die häufig per Binnenschiff beliefert werden, haben mit Engpässen zu kämpfen. In Nordrhein-Westfalen stiegen die Preise für Heizöl um 33,6 Prozent, Diesel um 35,6 Prozent und Benzin um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Statistische Landesamt NRW führte dies auch auf das Niedrigwasser im Rhein zurück. ### Inflation bleibt hartnäckig trotz Gipfelthese Volkswirte wie Elmar Völker von der LBBW erwarten keine schnelle Entspannung. Die Inflation könnte im Herbst sogar über 3 Prozent klettern, so seine Einschätzung. Michael Herzum von Union Investment geht zwar davon aus, dass der Inflationsgipfel erreicht ist, doch der Rückgang der Teuerung werde zäh verlaufen. Höhere Kosten stecken weiterhin in Teilen des Warenkorbs, insbesondere bei Gütern mit hohen Transportkosten. ### EZB plant Leitzins auf 2,5 Prozent Die Europäische Zentralbank (EZB) steht unter Druck, auf die anhaltend hohe Inflation zu reagieren. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sprach sich jüngst für höhere Leitzinsen aus, um die Inflationsrisiken einzudämmen. Beim aktuellen Leitzins sei es unwahrscheinlich, dass die Inflation mittelfristig auf das Ziel von 2,0 Prozent zurückkehre, so Schnabel. Die EZB könnte im September den Leitzins auf 2,5 Prozent anheben, wie der Spiegel unter Berufung auf die Protokolle der Juli-Sitzung berichtet. ### Kaufkraftverlust dämpft Konsumlaune Die schwindende Kaufkraft bremst indes den privaten Konsum, der in guten Zeiten eine wichtige Stütze der Konjunktur ist. Millionen Tarifbeschäftigte hoffen laut WSI-Tarifarchiv auf ein reales Lohnplus von 0,7 Prozent. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt jedoch von den kommenden Tarifabschlüssen und der weiteren Entwicklung der Inflation ab. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück