# Inflation sinkt auf 2,3 Prozent – doch neue Risiken drohen Datum: 10.07.2026 11:46 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/inflation-sinkt-auf-23-prozent-doch-neue-risiken-drohen-731324/ --- Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni auf 2,3 Prozent gesunken. Doch die Entlastung könnte nur von kurzer Dauer sein. Wie das Handelsblatt und Marketscreener berichten, ist der Tankrabatt Ende Juni ausgelaufen, was die Spritpreise bereits wieder steigen lässt. Zudem hat die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise nach oben getrieben. Experten rechnen daher im Juli mit einer erneuten Beschleunigung der Teuerung. Die Ölpreise waren zuvor aufgrund einer zwischenzeitlichen Entspannung im Nahen Osten gesunken, doch der wieder aufgeflammte Konflikt am Persischen Golf birgt neue Risiken für die Energiepreise. ## Butter und Kartoffeln werden deutlich billiger Bei den Nahrungsmitteln stiegen die Preise im Juni nur leicht um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders auffällig waren dabei die Preisrückgänge bei Butter (-29,1 Prozent) und Kartoffeln (-8,8 Prozent), während Eier mit +14,6 Prozent deutlich teurer wurden. Zucker, Marmelade und Honig verteuerten sich um 4,8 Prozent, Fisch um 3,3 Prozent und Fleisch um 2,4 Prozent. Dienstleistungen wie Restaurantbesuche oder Reisen blieben mit einem Anstieg von 3,1 Prozent ein gewichtiger Preistreiber. Die Kerninflation, also die Preisentwicklung ohne Energie und Nahrungsmittel, lag bei 2,5 Prozent. ### EZB erhöht Zinsen wegen Ölpreisschock Die Europäische Zentralbank (EZB) steht unter Druck, da die Inflation in der Eurozone durch den Ölpreisschock stark angestiegen ist. Wie Marketscreener und Ariva berichten, hat die EZB die Leitzinsen im Juni erstmals seit fast drei Jahren erhöht. Die Notenbank erwartet, ihr Preisziel von 2 Prozent erst 2028 wieder zu erreichen. Weitere Zinserhöhungen sind daher nicht ausgeschlossen. Die Kaufkraft der Verbraucher bleibt durch die anhaltend hohen Preise geschwächt, auch wenn die Teuerung nach der Preiswelle zu Beginn des Ukraine-Krieges leicht nachgelassen hat. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück