# Importpreise sinken weiter, Energie bleibt deutlich billiger Datum: 31.03.2026 08:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/importpreise-sinken-weiter-energie-bleibt-deutlich-billiger-697783/ --- Die Importpreise in Deutschland sind im Februar 2026 im Jahresvergleich erneut deutlich gesunken, während sie gegenüber dem Vormonat leicht anzogen. Auch die Exportpreise lagen leicht unter dem Niveau des Vorjahres, stiegen aber im Monatsvergleich geringfügig. Maßgeblich für die Entwicklung war vor allem der starke Preisrückgang bei Energie. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 keinen Einfluss auf die Preisentwicklung. ## Importpreise sinken im Jahresvergleich – Energie als Haupttreiber Im Februar 2026 waren die Importpreise in Deutschland um 2,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Einfuhrpreise hingegen um 0,3 Prozent. Im Januar 2026 und im Dezember 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber den Vorjahresmonaten ebenfalls bei -2,3 Prozent gelegen. Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Februar 2026 hatte erneut der Rückgang der Preise für Energie mit -20,9 Prozent gegenüber Februar 2025, so Destatis. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Energiepreise aber wieder an, im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Auf die Februarergebnisse der Import- und auch der Exportpreise hatten die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 nach Angaben von Destatis keinen Einfluss. Alle Energieträger waren im Februar 2026 günstiger als im Februar 2025: Erdgas um 27,9 Prozent, elektrischer Strom um 25,6 Prozent, rohes Erdöl um 19,1 Prozent, Steinkohle um 14,2 Prozent sowie Mineralölerzeugnisse um 11,4 Prozent. Gegenüber dem Vormonat war Energie insgesamt aufgrund der Preissteigerungen bei Mineralölerzeugnissen (+6,0 Prozent) und rohem Erdöl (+3,4 Prozent) teurer. Dagegen war elektrischer Strom mit -11,8 Prozent, Steinkohle mit -2,7 Prozent und Erdgas mit -2,3 Prozent billiger als im Januar 2026. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise fielen die Importpreise im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozent, gegenüber Januar 2026 stiegen sie um 0,2 Prozent. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 1,6 Prozent unter dem Stand von Februar 2025 und veränderte sich gegenüber Januar 2026 nicht (0,0 Prozent). ### Deutlich günstigere Agrarimporte – gemischtes Bild bei Konsumgütern Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Februar 2026 um 5,7 Prozent billiger als im Vorjahresmonat; gegenüber Januar 2026 stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Die Preise für Rohkakao lagen 47,4 Prozent unter denen von Februar 2025 und 8,7 Prozent unter denen von Januar 2026. Lebende Schweine waren 21,0 Prozent günstiger als im Februar 2025, wurden aber gegenüber Januar 2026 um 3,4 Prozent teurer. Rohkaffeeimporte waren 9,1 Prozent preiswerter als vor einem Jahr und 5,7 Prozent preiswerter als im Vormonat. Für importiertes Getreide wurde im Februar 2026 ebenfalls weniger bezahlt als im Februar 2025 (-8,7 Prozent), es kostete aber 0,3 Prozent mehr als im Januar 2026. Dagegen waren insbesondere Geflügel und Eier deutlich teurer als vor einem Jahr (+11,9 Prozent gegenüber Februar 2025 und +0,7 Prozent gegenüber Januar 2026). Importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Februar 2026 um 3,2 Prozent preiswerter als im Vorjahr, gegenüber Januar 2026 sanken die Preise um 0,3 Prozent. Die Preise für Gebrauchsgüter lagen 2,8 Prozent unter denen des Vorjahresmonats (-0,3 Prozent gegenüber Januar 2026), Verbrauchsgüter waren im Vorjahresvergleich 3,3 Prozent billiger (-0,3 Prozent gegenüber Januar 2026). Für Nahrungsmittel allgemein musste 4,4 Prozent weniger bezahlt werden als im Februar 2025, gegenüber Januar 2026 fielen die Preise um 0,9 Prozent. Weniger als im Februar 2025 kosteten unter anderem Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-54,9 Prozent), Frucht- und Gemüsesäfte (-22,2 Prozent), Milch und Milcherzeugnisse (-13,8 Prozent) sowie Schweinefleisch (-13,5 Prozent). Teurer als im Februar 2025 waren vor allem geschälte Haselnüsse (+48,1 Prozent), Rindfleisch (+17,1 Prozent) und Kaffee (geröstet oder entkoffeiniert) mit +14,6 Prozent. Die Importpreise für Investitionsgüter lagen im Februar 2026 um 0,2 Prozent unter denen des Vorjahresmonats, gegenüber Januar 2026 stiegen sie um 0,4 Prozent. Allein Vorleistungsgüter waren im Februar 2026 teurer als im Februar 2025 (+2,5 Prozent), gegenüber Januar 2026 stiegen die Preise hier im Durchschnitt um 0,2 Prozent. Insbesondere Edelmetalle und deren Halbzeug waren mit +60,3 Prozent deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug lagen 24,8 Prozent über dem Niveau von Februar 2025. Dagegen waren unter anderem Kunststoffe in Primärformen mit -8,0 Prozent sowie Akkumulatoren und Batterien (-6,4 Prozent) preiswerter als vor einem Jahr. ### Leicht sinkende Exportpreise – Energieexporte deutlich günstiger Die Exportpreise waren im Februar 2026 um 0,1 Prozent niedriger als im Februar 2025. Im Januar 2026 hatten die Preise um 0,2 Prozent über denen von Januar 2025 gelegen, im Dezember 2025 hatten sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert (0,0 Prozent). Gegenüber Januar 2026 stiegen die Ausfuhrpreise geringfügig um 0,1 Prozent. Bei der Ausfuhr hatte im Februar 2026 der deutliche Rückgang der Energiepreise (-19,5 Prozent gegenüber Februar 2025 und -2,6 Prozent gegenüber Januar 2026) den größten Einfluss auf die Preisentwicklung insgesamt. Erdgas war 26,7 Prozent billiger als im Vorjahresmonat (-6,3 Prozent gegenüber Januar 2026), die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen 11,0 Prozent unter denen von Februar 2025, aber 3,8 Prozent über denen von Januar 2026. Landwirtschaftliche Güter wurden 8,1 Prozent preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat, gegenüber Januar 2026 stiegen die Preise hier aber um 0,9 Prozent. Auch Konsumgüter (Exportanteil etwa 21 Prozent) waren preiswerter als im Februar 2025 (-0,4 Prozent gegenüber Februar 2025, aber +0,1 Prozent gegenüber Januar 2026). Während die Preise für Verbrauchsgüter 0,9 Prozent unter dem Preisniveau von Februar 2025 lagen (0,0 Prozent gegenüber Januar 2026), waren die Preise für Gebrauchsgüter 1,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat (+0,3 Prozent gegenüber Januar 2026). Bei den exportierten Verbrauchsgütern fielen insbesondere die Preise für Nahrungsmittel (-4,3 Prozent gegenüber Februar 2025 und -0,8 Prozent gegenüber Januar 2026). Hier waren unter anderem Milch und Milcherzeugnisse mit -11,8 Prozent im Durchschnitt deutlich billiger als vor einem Jahr (-0,3 Prozent gegenüber Januar 2026), darunter besonders Butter und andere Fettstoffe aus Milch mit -46,2 Prozent gegenüber Februar 2025 (-3,1 Prozent gegenüber Januar 2026). Auch die Preise für Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver waren deutlich niedriger (-36,0 Prozent gegenüber Februar 2025 und -7,1 Prozent gegenüber Januar 2026). Dagegen wurde Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) zu 18,0 Prozent höheren Preisen exportiert als im Februar 2025 (+0,3 Prozent gegenüber Januar 2026). Die Preise für ausgeführte Vorleistungsgüter waren im Februar 2026 um 1,4 Prozent höher als im Februar 2025, gegenüber Januar 2026 stiegen sie um 0,2 Prozent. Bei Investitionsgütern lag das Preisniveau 0,5 Prozent über dem von Februar 2025 (+0,2 Prozent gegenüber Januar 2026). Zusammen decken beide Gütergruppen fast 75 Prozent der ausgeführten Waren ab. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück