# IG Metall: Einmalige Entlastungsprämie darf Lohnerhöhung nicht ersetzen Datum: 15.04.2026 07:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ig-metall-einmalige-entlastungspraemie-darf-lohnerhoehung-nicht-ersetzen-703014/ --- Die IG Metall lehnt eine Verrechnung der von der Koalition geplanten Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro mit künftigen Lohnerhöhungen ab. Die Prämie solle den Beschäftigten nach dem Willen der Gewerkschaft kurzfristig und direkt zugutekommen, während in Tarifrunden auf dauerhafte Entgelterhöhungen gesetzt werde. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Energiepreise und die von der schwarz-roten Koalition vorgestellten Entlastungspläne für Verbraucherinnen und Verbraucher. ## IG Metall pocht auf dauerhafte Lohnsteigerungen Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die von der Koalition geplante Entlastungsprämie solle ein kurzfristiges Mittel gegen die akuten Belastungen der Beschäftigten sein. Die Arbeitgeber sollten sie schnell und unmittelbar auszahlen. „Mittel- und langfristig braucht es aber dauerhaft höhere Entgelte. Eine Mieterhöhung oder höhere Preise im Supermarkt sind auch kein einmaliges Phänomen, sondern belasten die Menschen in ihrem Alltag auf lange Sicht“, so Benner gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Dauerhaft mehr Geld für unsere Mitglieder ist Teil unseres Jobs als Gewerkschaft und wir werden uns in anstehenden Tarifrunden dafür einsetzen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. ### Koalitionspläne zur Entlastung der Verbraucher Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Energiepreise hatten die Spitzen der schwarz-roten Koalition am Montag ihre Pläne zur Entlastung der Verbraucher präsentiert. Neben einer vorübergehenden Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten im laufenden Jahr eine steuer- und abgabenfreie Prämie in Höhe von 1.000 Euro zu zahlen. ### Bevorstehende Tarifrunden in Schlüsselbranchen Die IG Metall bereitet sich derzeit auf die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit knapp vier Millionen Beschäftigten vor. In Deutschlands wichtigster Industriebranche beginnt die heiße Phase im Herbst. Weitere Tarifrunden stehen für die Gewerkschaft in der Eisen- und Stahlindustrie, im Handwerk und bei Volkswagen an. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück