# IG Metall drängt Bundesregierung zu Einstieg bei Panzerbauer KNDS Datum: 12.05.2026 07:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ig-metall-draengt-bundesregierung-zu-einstieg-bei-panzerbauer-knds-711680/ --- Die IG Metall dringt auf eine rasche Entscheidung der Bundesregierung zum Staatseinstieg beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS. Die Bundesregierung prüft einen Einstieg noch vor dem geplanten Börsengang im Juni, ist sich jedoch über die Höhe des Anteils uneins. Während das Verteidigungsministerium 40 Prozent anstrebt, favorisieren Wirtschaftsministerium und Kanzleramt rund 30 Prozent. ## IG Metall fordert klares Bekenntnis Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner, hat die Bundesregierung aufgefordert, schnell Klarheit über den Staatseinstieg bei KNDS zu schaffen. Die Beschäftigten von KNDS erwarteten, „dass sich die Bundesregierung klar zu einer Beteiligung in gleicher Stärke wie Frankreich an diesem Schlüsselunternehmen bekenne“, sagte Kerner dem „Handelsblatt“ (Quelle: „Handelsblatt“). Die Bundesregierung erwägt, noch vor einem für Juni anvisierten Börsengang von KNDS bei dem Unternehmen einzusteigen. Über die konkrete Höhe des staatlichen Anteils besteht jedoch keine Einigkeit. Das Bundesverteidigungsministerium dringt auf eine Beteiligung von 40 Prozent, während das Wirtschaftsministerium und das Kanzleramt für einen geringeren Anteil von rund 30 Prozent plädieren, der nach ihrer Einschätzung für die nötigen Kontrollrechte ausreichen würde. ### Warnung vor deutschem Zögern Kerner mahnte ein entschlossenes Vorgehen an. „Es könne nicht sein, dass Frankreich handele und Deutschland zaudere“, sagte Kerner dem „Handelsblatt“ (Quelle: „Handelsblatt“). Die Vorarbeiten in den Ministerien seien gemacht, nun liege es nach seinen Worten am Kanzleramt. „Jetzt ist es Zeit“, sagte der Gewerkschafter dem „Handelsblatt“ (Quelle: „Handelsblatt“). ### Verunsicherung in der Belegschaft Nach Angaben Kerners ist die deutsche Belegschaft von KNDS verunsichert. Grund seien Gerüchte, dass Bestellungen für die Bundeswehr in Frankreich abgearbeitet und den französischen Partnern Technologie-Know-how offengelegt werden sollen. Man freue sich zwar über neue deutsch-französische Projekte, so der IG-Metall-Vize dem „Handelsblatt“ (Quelle: „Handelsblatt“). „Aber nur wenn beide Länder sich engagierten, sei ein deutsch-französisches Erfolgsprojekt möglich“, betonte Kerner laut „Handelsblatt“ (Quelle: „Handelsblatt“). ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück