# IG-Metall-Chefin attackiert Regierung wegen stockender Entgelttransparenz-Richtlinie Datum: 04.06.2026 01:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ig-metall-chefin-attackiert-regierung-wegen-stockender-entgelttransparenz-richtlinie-718974/ --- Die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, wirft der Bundesregierung politisches Versagen bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz vor. Während sie rasches Handeln für mehr Entgeltgleichheit fordert, hält der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, die Verzögerung für vertretbar und mahnt eine möglichst bürokratiearme Umsetzung an. Hintergrund ist die Frist zur Überführung der EU-Richtlinie in deutsches Recht, die am 7. Juni endet und nach Angaben des zuständigen Bildungsministeriums nicht eingehalten wird. ## Gewerkschaftschefin kritisiert ausbleibende Umsetzung Die Erste Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall Christiane Benner wirft der Bundesregierung politisches Versagen bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz vor. „Innerhalb von drei Jahren Frist hat es keine Bundesregierung geschafft, eine EU-Richtlinie umzusetzen, die dafür sorgt, dass Frauen besser bezahlt werden“, sagte Benner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Wer wirtschaftliche Unabhängigkeit und mehr Erwerbsarbeit von Frauen wolle, müsse endlich für gleiche Bezahlung sorgen, fordert Benner. Entgeltgleichheit sei „ein Grundrecht und kein Nice-to-have“, so die Gewerkschaftschefin weiter gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Bundesregierung müsse jetzt für Rechtssicherheit sorgen und die Richtlinie ambitioniert umsetzen. Die Frist für die Überführung der EU-Richtlinie in deutsches Recht ist der 7. Juni. Das zuständige Bildungsministerium hat nach Angaben in der Agenturmeldung bereits angekündigt, dass diese Frist nicht eingehalten werde. ### CDU-Arbeitnehmerflügel mahnt Qualität vor Geschwindigkeit an Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels Dennis Radtke hält die Verzögerung bei der Umsetzung für verschmerzbar. „Für mich gilt: Qualität statt Geschwindigkeit“, sagte er den Funke-Zeitungen. Bei der Umsetzung in nationales Recht solle darauf geachtet werden, dass dies möglichst bürokratiearm gelinge, so Radtke gegenüber den Funke-Zeitungen. Er plädiert für eine Angemessenheitsvermutung für Tarifverträge. Tarifverträge differenzierten nach Tätigkeiten und nicht nach Geschlecht, sagte Radtke den Funke-Zeitungen. Wo ein Tarifvertrag angewandt werde, könne es seiner Ansicht nach keine Diskriminierung beim Entgelt geben. ### Tarifbindung als möglicher Hebel Erleichterungen für Betriebe mit Tarifverträgen kann sich auch Christiane Benner vorstellen. So könne Tarifbindung gestärkt werden, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück