# IG-BCE-Chef fordert höheren Spitzensteuersatz erst ab 100.000 Euro Datum: 07.06.2026 12:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ig-bce-chef-fordert-hoeheren-spitzensteuersatz-erst-ab-100-000-euro-720059/ --- IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis hat eine umfassende Reform der Einkommensteuer gefordert, bei der der Spitzensteuersatz erst ab einem Jahreseinkommen von etwa 100.000 Euro greifen soll. Gleichzeitig plädierte er für höhere Belastungen sehr hoher Einkommen, Vermögen und Erbschaften, um die Mitte zu entlasten und Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung zu finanzieren. ## Spitzensteuersatz später, aber höher IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis sprach sich in der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe) für eine Verschiebung der Einkommensgrenze aus, ab der der Spitzensteuersatz greift. Der Spitzensteuersatz solle künftig erst bei einem Jahreseinkommen von etwa 100.000 Euro einsetzen. Bislang liege die Grenze bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von knapp 70.000 Euro brutto, sagte der Gewerkschafter der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Die Gewerkschaften wollen weiterhin den linear-progressiven Einkommenstarif, aber ohne Mittelstandsbauch“, sagte Vassiliadis der „Rheinischen Post“. Wer viel verdiene, solle mehr Steuern zahlen, wer wenig verdiene, gar nichts oder weniger. Die Mitte sei aber zu sehr belastet und müsse entlastet werden. Konkret schlug er vor, das zu versteuernde Jahreseinkommen, ab dem der Spitzensteuersatz greift, von derzeit knapp 70.000 auf etwa 100.000 Euro brutto zu erhöhen. Den Spitzensteuersatz könne man nach seinen Worten dann von derzeit 42 Prozent um zwei, drei Punkte anheben und die Reichensteuer ab 200.000 Euro einführen. Zudem müssten Erbschaften höher besteuert werden. ### Höhere Erbschaftsteuer, aber Schutz von Betriebsvermögen Vassiliadis zeigte Verständnis für Wirtschaftsvertreter, die eine Höherbesteuerung von Betriebsvermögen ablehnen. „Tatsächlich darf es nicht passieren, dass Betrieben Vermögenswerte entzogen werden, die für Investitionen gebraucht werden“, sagte er der „Rheinischen Post“. Gleichzeitig müsse genau das der Leitfaden für eine höhere Besteuerung von Erbschaften sein, die es zweifellos brauche. „Es kann nicht sein, dass Vermögende Gelder so hin und her schieben, dass sie so gut wie gar keine Steuern zahlen müssen“, kritisierte der Gewerkschafter in der „Rheinischen Post“. ### Sonderabgabe für sehr Reiche Zudem forderte Vassiliadis eine zusätzliche Abgabe sehr reicher Menschen zur Finanzierung von Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. „Sie haben großes Interesse daran, dass es gute Infrastruktur und Sicherheit in Deutschland gibt, um ihre Unternehmen florieren zu lassen“, sagte Vassiliadis laut „Rheinischer Post“. Daher sollten sehr reiche Menschen einen eigenen Beitrag in Form von Abgaben für Infrastruktur oder Verteidigung leisten. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück