# Ifo warnt vor KI-Wertschöpfungsverlust durch Datenmangel Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-13T11:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-13T11:42:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/ifo-warnt-vor-ki-wertschoepfungsverlust-durch-datenmangel-766218/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Deutschland könnte bis 2034 jährlich 440 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung durch generative KI erzielen. Eine Einschränkung des Zugangs zu Trainingsdaten würde dieses Potenzial um 155 Milliarden Euro schmälern, zeigt eine Ifo-Studie. ## Restriktive Regulierung bremst Innovation Das Potenzial setzt sich aus 330 Milliarden Euro durch breite KI-Nutzung, 65 Milliarden Euro aus produktiverer Forschung und 45 Milliarden Euro aus der KI-Entwicklung in Deutschland zusammen. Oliver Falck, Leiter des Ifo-Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation, und sein Co-Autor Martin Thelle von Implement Consulting Group identifizieren vier Wirkkanäle einer restriktiveren Regulierung: langsamere Verbreitung (45 Mrd. Euro), weniger leistungsfähige Modelle (75 Mrd. Euro), verlorenes Forschungspotenzial (25 Mrd. Euro) sowie geringere Entwicklung in Europa (10 Mrd. Euro). Die leistungsfähigsten KI-Sprachmodelle benötigen riesige und vielfältige Datenmengen. Während der größte urheberrechtsfreie Datensatz in Europa nur zwei bis drei Billionen Tokens umfasst, nutzen international führende Modelle bereits 15 bis 36 Billionen. Die Autoren plädieren dafür, die Text-und-Data-Mining-Ausnahme der EU-Urheberrechtsrichtlinie zu erhalten, um Investoren mehr Planungssicherheit zu geben. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück