# Ifo-Institut hebt Konjunkturprognose an Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-04T02:32:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-04T02:32:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/ifo-institut-hebt-konjunkturprognose-an-751317/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Das Münchener Ifo-Institut rechnet für 2026 mit einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent und für 2027 mit 1,2 Prozent. Die Prognose wurde im Vergleich zu vorherigen Schätzungen deutlich angehoben. ## Finanzpolitik und Ausland treiben Wachstum Die Anpassung der Prognose basiert auf einer Revision vergangener Daten durch das Statistische Bundesamt und einer Neueinschätzung der konjunkturellen Grunddynamik. Dabei werden die Schubkräfte durch Finanzpolitik und ausländische Impulse stärker gewichtet, während die Bremswirkungen des Energiepreisschocks als schwächer eingeschätzt werden. "Deutliche Impulse aus dem Ausland und die Mehrausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in Deutschland verhindern stärkere Bremsspuren beim Wachstum durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen. Vor allem für die krisengeplagte Industrie zeigen sich Lichtblicke", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort.“ ### Haushaltsdefizit und Schuldenstand steigen Der expansive Kurs der Finanzpolitik führt laut Prognose zu einem Anstieg der Finanzierungsdefizite. Das Budgetdefizit soll von 3,0 Prozent des BIP 2025 auf 4,6 Prozent 2028 steigen. Gleichzeitig wird der Bruttoschuldenstand voraussichtlich von 62,7 auf 67,9 Prozent der Wirtschaftsleistung anwachsen. ### Inflation bleibt vorerst hoch Laut Prognose steigt die Inflationsrate 2026 auf 2,8 Prozent und 2027 auf 3,0 Prozent. Erst 2028 könnte sie mit 2,3 Prozent wieder in Richtung des EZB-Zielwerts sinken. "Die durch Heizöl und Kraftstoff getriebene Inflation wird im weiteren Prognoseverlauf voraussichtlich sinken. Allerdings dürften vor allem die Verbraucherpreise für Strom und Gas im Winter nochmals steigen". Insgesamt bleibe die Konsumkonjunktur aufgrund der hohen Inflation gedämpft. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück