# Ifo-Chef warnt: Höherer Spitzensteuersatz bremst Wirtschaftswachstum Datum: 24.03.2026 11:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ifo-chef-warnt-hoeherer-spitzensteuersatz-bremst-wirtschaftswachstum-695164/ --- Ifo-Präsident Clemens Fuest hat die Koalitionsparteien vor einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes gewarnt und auf mögliche negative Folgen für das Wirtschaftswachstum hingewiesen. In einem Interview kritisierte er zudem eine höhere Erbschaftsteuer als untaugliches Mittel zur Finanzierung spürbarer Entlastungen bei der Einkommensteuer und forderte stattdessen Einsparungen bei den Staatsausgaben. ## Warnung vor Belastung für Unternehmen Ifo-Präsident Clemens Fuest hat einer Anhebung des Spitzensteuersatzes eine klare Absage erteilt. „Wenn man den Spitzensteuersatz erhöht, nimmt man negative Effekte auf das Wirtschaftswachstum in Kauf, vor allem weil man damit Unternehmen belastet, die als Personengesellschaften organisiert sind“, sagte Fuest der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Zugleich wandte sich Fuest gegen Pläne, eine Entlastung bei der Einkommensteuer über höhere Einnahmen aus der Erbschaftsteuer zu finanzieren. „Auch eine höhere Erbschaftsteuer ist keine Lösung, weil man mit einer realistischen Erbschaftsteuerreform nicht das zusätzliche Aufkommen erheben kann, das man für eine spürbare Einkommensteuersenkung braucht“, sagte der Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung der „Rheinischen Post“. ### Appell zu geringeren Staatsausgaben Im Zusammenhang mit Forderungen nach Steuersenkungen verwies Fuest auf die Notwendigkeit, die Ausgaben des Staates zu begrenzen. „Wer Steuern senken will, muss die Staatsausgaben senken“, fügte er hinzu. Prinzipiell könne man zwar auch erst die Steuern senken, dafür neue Schulden machen und so den Druck erzeugen, die Ausgaben danach deutlich zu senken. Mit Blick auf die Vorgaben der Schuldenbremse schränkte Fuest diese Möglichkeit jedoch ein. „Aber die Verschuldungsmöglichkeiten des Bundes sind durch die Schuldenbremse begrenzt. Deshalb gilt, dass man zuerst Ausgaben senken muss“, so Fuest gegenüber der „Rheinischen Post“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück