# Ifo-Chef fordert Obergrenze der Staatsquote zur Wachstumsstärkung Datum: 18.05.2026 09:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ifo-chef-fordert-obergrenze-der-staatsquote-zur-wachstumsstaerkung-713721/ --- Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland fordert Ifo-Präsident Clemens Fuest eine feste Obergrenze für die Staatsquote. Eine Begrenzung der Staatsausgaben könne nach seiner Einschätzung Vertrauen schaffen, Investitionen erleichtern und die Politik zu klaren Prioritäten zwingen. Zugleich warnt er vor den Folgen eines dauerhaften Anstiegs der Staatsausgaben über 50 Prozent der Wirtschaftsleistung. Nach Ansicht Fuests erfordert die aktuelle Entwicklung schwierige gesellschaftliche Debatten über die künftige Ausrichtung staatlicher Leistungen. ## Forderung nach klarer Obergrenze für die Staatsquote Der Präsident des Ifo Instituts, Clemens Fuest, sieht mit Blick auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland dringenden Handlungsbedarf. „Der Regierung fehlt bisher ein klarer Kompass dafür, was sie mit ihrer Wirtschaftspolitik erreichen will“, sagte Fuest am Montag laut Ifo Institut. Er hält eine verbindliche Begrenzung der Staatsausgaben für notwendig: „Das Ziel, die Ausgaben des Staates mittelfristig auf beispielsweise 49 Prozent zu begrenzen, wäre als Rahmen hilfreich.“ Der Ifo-Präsident begründet seine Forderung damit, dass eine solche Obergrenze das Vertrauen in den Standort stärken würde. Eine Begrenzung der Staatsquote würde nach seiner Einschätzung dazu beitragen, wirtschaftspolitische Entscheidungen für Unternehmen und Investoren berechenbarer zu machen. ### Warnung vor wachsender Staatsquote Besorgt zeigt sich Fuest über die aktuelle Entwicklung, wonach die Staatsquote über 50 Prozent ansteigt. Diese Politik halte er für riskant: „Auf Dauer bedeutet ein zu hoher Anteil der Staatsausgaben an der Wirtschaftsleistung auch höhere Steuern und Abgaben. Wachsende Steuerlasten führen zu Ausweichreaktionen und immer weniger Wirtschaftswachstum.“ Eine Begrenzung der Staatsausgaben auf 49 Prozent würde nach seinen Worten die Planbarkeit für Investoren erhöhen und die Politik zwingen, Ausgaben zu priorisieren. ### Steigende Verteidigungsausgaben und mögliche Konsequenzen Zusätzlichen Druck auf den Haushalt sieht Fuest durch die wachsenden Verteidigungsausgaben. „Das hat zur Folge, dass der Anteil anderer Ausgaben an der Wirtschaftsleistung, unter anderem der Sozialausgaben, sinken müsste“, so der Ifo-Präsident. In diesem Zusammenhang verweist er auf mögliche Anpassungen bei staatlichen Leistungen: Möglicherweise müsste dann darüber diskutiert werden, die staatliche Gesundheits- und Altersvorsorge in Richtung einer Grundversorgung zu verändern, die von einer privaten Vorsorge ergänzt wird. Besonders wichtig ist Fuest dabei der politische Prozess: „Entscheidend ist aber, dass Politik und Gesellschaft bei einem gemeinsam vereinbarten Rahmen gezwungen wären, schwierige Debatten über Prioritäten bei den öffentlichen Ausgaben jetzt zu führen, statt diesen Konflikten durch Verschuldung auszuweichen, sie zu verschärfen, und zukünftigen Generationen aufzubürden“, so Fuest laut Ifo Institut. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück