Eine aufmerksame Anwohnerin hat nach einer Hunde-Attacke im Bereich der Martinsburg in Osnabrück entscheidend dazu beigetragen, dass die Polizei eine zunächst flüchtige Hundehalterin ermitteln konnte. Die Frau hatte die eigentliche Attacke zwar nicht beobachtet – reagierte aber sofort auf Hilferufe und lieferte später den entscheidenden Hinweis.
Angriff beim Spaziergang
Nach bisherigen Erkenntnissen war eine 58-jährige Osnabrückerin mit ihrem Hund im Bereich der Martinsburg unterwegs, als ihr eine junge Frau mit vier nicht angeleinten Hunden entgegenkam. Beim Passieren eskalierte die Situation plötzlich: Die Hunde griffen nach Polizeiangaben die Spaziergängerin und deren Hund an. Sowohl die Frau als auch ihr Vierbeiner erlitten Bissverletzungen. Besonders erschütternd: Die Halterin der Hunde soll sich nach dem Vorfall nicht um die Verletzten gekümmert haben. Statt Unterstützung zu leisten oder ihre Personalien zu hinterlassen, setzte sie ihren Spaziergang fort und entfernte sich vom Ort des Geschehens.
Hilferufe aus der Wohnung gehört
Zur entscheidenden Zeugin wurde eine 31-jährige Anwohnerin. Obwohl sie den Angriff selbst nicht gesehen hatte, hörte sie die Hilferufe der verletzten Frau aus ihrer Wohnung heraus. Ohne zu zögern eilte sie nach draußen und alarmierte die Polizei. Dabei fiel ihr auch die Frau mit den vier Hunden auf, die sich vom Ort entfernte. Die Zeugin konnte eine so genaue Personenbeschreibung liefern, dass die Polizei die mutmaßliche Hundehalterin wenige Tage später identifizierte. Ermittelt wurde schließlich eine 21-jährige Frau.