# Hubig plant schärferes Mordrecht bei geschlechtsspezifischen Tötungen Datum: 10.05.2026 00:20 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/hubig-plant-schaerferes-mordrecht-bei-geschlechtsspezifischen-toetungen-711010/ --- Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) plant eine Präzisierung des Strafgesetzbuchs mit Blick auf sogenannte „Femizide“ und geschlechtsspezifische Tötungen. Der Mord-Paragraf soll erweitert werden, damit Tötungen aus geschlechtsspezifischen Motiven klarer als Mord bewertet werden können. ## Hubig kündigt Gesetzesänderung an Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will den Mord-Paragrafen im Strafgesetzbuch mit Blick auf sogenannte „Femizide“ und geschlechtsspezifische Tötungen präzisieren. Dafür soll der entsprechende Paragraf erweitert werden. „Wir haben einen guten Weg gefunden deutlich zu machen: Wer aus der Motivation heraus tötet, nur weil sie eine Frau ist, der soll dann, wenn alle anderen Einzelheiten passen, auch als Mörder verurteilt werden“, sagte die Ministerin der „Bild am Sonntag“. ### Klarstellung bei geschlechtsspezifischen Motiven Zwar könne nach geltendem Recht schon heute die Tötung einer Frau aus Besitzdenken als Mord strafbar sein. Doch in der Rechtsprechung gebe es immer noch Entscheidungen, „na ja, das war Eifersucht. Wenn der eifersüchtig war, war der in Rage. Dann ist er vermindert schuldfähig und dann kann man es nur als Totschlag verurteilen“, so Hubig laut „Bild am Sonntag“. Das wolle man nun durch eine Klarstellung im Gesetz ändern, sodass auch Tötungen aus geschlechtsspezifischen Motiven als Mord bewertet werden könnten. ### Auswirkungen auf das Strafmaß Mit der geplanten Änderung würde sich auch das mögliche Strafmaß verändern. Denn nur bei einer Verurteilung wegen Mordes könne der Täter „eine lebenslange Freiheitsstrafe bekommen“, so die Bundesjustizministerin gegenüber „Bild am Sonntag“. Beim Totschlag sei nur eine begrenzte Strafe möglich, zum Beispiel auf „zehn, zwölf Jahre, wo dann klar ist, spätestens danach ist auch die Entlassung“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück