# Hubert Aiwanger tot: Obduktion soll Todesursache klären Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-05T14:46:29+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-05T14:46:29+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/hubert-aiwanger-tot-obduktion-soll-todesursache-klaeren-774745/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bayerischer Wirtschaftsminister in Berliner Hotel gefunden – Partei und Politik reagieren bestürzt. Der bayerische Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist tot. Wie der Münchner Merkur unter Berufung auf Regierungskreise und die Berliner Polizei berichtet, wurde der 55-Jährige leblos in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden. Parteifreunde hatten ihn dort entdeckt, nachdem er zuvor bei einem geplanten Termin gefehlt hatte. Aiwanger sei unwohl gewesen und im Hotel geblieben, heißt es in Medienberichten. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar. Die Berliner Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein, um die Todesursache zu klären und ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen, wie die Tagesschau unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft mitteilt. Es handele sich nicht um strafrechtliche Ermittlungen, betonte die Behörde. Eine Obduktion soll die Ursache nun aufklären, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Ob das Ergebnis bereits am selben Tag vorliegen werde, sei ungewiss. ## Signale für die Regierungsbildung Die Nachricht vom plötzlichen Tod Aiwangers löste in der Politik Bestürzung aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einer „absoluten Tragödie“ und würdigte Aiwanger als „starken Bayern“ und „warmherzigen Menschen“, wie die Tagesschau zitiert. Söder ordnete Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden in Bayern an, die auch am Tag der Beisetzung gelten soll. In München wird ab Freitag ein Kondolenzbuch im Prinz-Carl-Palais ausliegen, wie der Merkur berichtet. Söder selbst werde sich dort eintragen, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, Abschied zu nehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich „tief betroffen“ und bezeichnete Aiwanger als „streitbaren Politiker, der leidenschaftlich für seine Überzeugungen eingetreten ist“, wie der Merkur weiter schreibt. ### Freie Wähler beraten über Zukunft ohne Aiwanger Die Freien Wähler kündigten an, bis zum Wochenende über das weitere Vorgehen zu beraten. Der Bundesparteitag, der für den 14. November geplant war, soll verschoben werden, wie der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Streit dem SWR sagte. Die Partei betonte, ihre Arbeit im Sinne Aiwangers fortführen zu wollen. Aiwanger hatte die Freien Wähler über 20 Jahre geprägt und war als Parteichef, Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister eine zentrale Figur in der bayerischen Politik. 2008 zog er mit seiner Partei erstmals in den bayerischen Landtag ein, 2018 wurde er Wirtschaftsminister in der Koalition mit der CSU. Trotz politischer Turbulenzen, etwa der Flugblatt-Affäre 2023, feierten die Freien Wähler unter seiner Führung bei der Landtagswahl ein Rekordergebnis von 15,8 Prozent, wie die Tagesschau berichtet. ### Politiker aus ganz Deutschland würdigen Aiwanger Auch aus anderen Bundesländern kamen Kondolenzbekundungen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) würdigte Aiwanger als „streitbaren Politiker, für den seine bayerische Heimat immer im Mittelpunkt stand“, während Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) ihn als „streitbaren Politiker mit Ecken und Kanten“ bezeichnete, wie die Tagesschau weiter schreibt. In der bayerischen Landespolitik hinterlässt Aiwanger eine Lücke, die „so schnell nicht zu schließen sein wird“, wie CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek betonte. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück