# Hitzewelle in Deutschland: RKI schätzt 9600 Tote in einer Woche Datum: 06.08.2026 10:17 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/hitzewelle-in-deutschland-rki-schaetzt-9600-tote-in-einer-woche-739979/ --- Extreme Hitze Ende Juni führte zu deutlich mehr Todesfällen als angenommen. Infolge der besonders heißen Woche Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich mehr Menschen hitzebedingt gestorben als bisher angenommen. Etwa 9600 Sterbefälle gehen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, wie der aktuelle RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Sterblichkeit mitteilt. Damit entfällt der Großteil der diesjährigen Hitzetoten auf diese extrem heißen Tage, an denen vielerorts Temperaturen um die 40 Grad gemessen wurden. ## Rekordzahl hitzebedingter Todesfälle in Deutschland Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11.900. Damit sind bereits mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten gab es zuvor 2018 mit etwa 9000 im gesamten Jahr. Die Auswirkungen der besonders heißen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser Höhe bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. ### Hitze fordert vor allem ältere Menschenleben Zudem würden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen berichtet. Zuvor hatte das RKI für die besonders heiße Periode mehr als 5000 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Besonders betroffen sind ältere Menschen: Mit gut 6000 wurden die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder älter verzeichnet. Knapp 3000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-Jährigen waren es ungefähr 1100 Todesfälle. ### Die zentralen Punkte im Überblick Währenddessen beruhigt sich das Wetter in weiten Teilen Deutschlands. Wie der Spiegel berichtet, sind nur noch vereinzelt an den Alpen mit Starkregen und Gewittern zu rechnen. Dabei könnten bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen. An der Nord- und Ostsee könne es zudem stürmisch werden, mit Böen von 55 bis 70 Kilometern pro Stunde. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück