# Herbstbelebung am Arbeitsmarkt fällt schwunglos aus Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-01T01:47:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-01T01:47:04+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/herbstbelebung-am-arbeitsmarkt-faellt-schwunglos-aus-761810/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Herbstbelebung am Arbeitsmarkt fällt schwunglos aus Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren bundesweit 2,994 Millionen Menschen ohne Job gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 67.000 im Vergleich zum August. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 40.000, die Quote lag 0,1 Punkte höher, wie die BA und die Tagesschau berichten. ## Arbeitsmarkt bleibt trotz Prognosen schwach BA-Chefin Andrea Nahles sprach von einem „Auftakt der Herbstbelebung“, der jedoch „schwunglos“ ausfalle. Die wirtschaftliche Verbesserung komme auf dem Arbeitsmarkt derzeit noch nicht an, betonte sie. Auch die Badische Zeitung bestätigt, dass die Trendwende trotz positiver Konjunkturprognosen noch nicht in Sicht sei. Die Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten zwar ein moderates Wachstum, doch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bleiben vorerst aus. ### Freie Stellen steigen – Arbeitslosigkeit bleibt hoch Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb im September schwach. Bei der BA waren 660.000 freie Stellen gemeldet, 30.000 mehr als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst, lag bei 3,615 Millionen Menschen und war damit nur um 25.000 höher als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld stieg um 85.000 auf 1,082 Millionen, während die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsempfänger um 145.000 auf 3,704 Millionen sank. ### Bremen und Berlin mit höchsten Arbeitslosenquoten Regional zeigen sich weiterhin große Unterschiede. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnet Bremen mit 11,2 Prozent, gefolgt von Berlin mit 10,4 Prozent. Die niedrigsten Quoten weisen Bayern (4,2 Prozent) und Baden-Württemberg (4,7 Prozent) auf. In Norddeutschland sank die Arbeitslosigkeit leicht, etwa in Niedersachsen um 0,2 Punkte auf 6,1 Prozent, wie der NDR berichtet. In Schleswig-Holstein lag die Quote bei 5,7 Prozent, in Hamburg bei 8,4 Prozent. ### Strukturschwächen und Energiepreise belasten Jobmarkt Die BA führt die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit auf strukturelle Herausforderungen und die angespannte weltpolitische Lage zurück. Gestiegene Ölpreise und teurere Energie belasten sowohl Unternehmen als auch private Haushalte, was sich auf den Arbeitsmarkt auswirkt. In einigen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wurde die Herbstbelebung durch den Ausbildungsstart und saisonale Effekte leicht spürbar. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück