# Hendrikje Klein ist neue Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-29T13:46:28+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-29T13:46:28+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/hendrikje-klein-ist-neue-praesidentin-des-berliner-abgeordnetenhauses-772096/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Linke stellt erstmals die Parlamentspräsidentin in Berlin. AfD-Kandidat scheitert bei Vizewahl. Knapp sechs Wochen nach der Berliner Wahl hat das Abgeordnetenhaus in seiner konstituierenden Sitzung eine neue Präsidentin gewählt. Die Linken-Politikerin Hendrikje Klein setzte sich mit 98 von 149 abgegebenen Stimmen durch, wie die Tagesschau berichtet. 42 Abgeordnete stimmten gegen sie, neun enthielten sich. Damit ist Klein die erste Vertreterin ihrer Partei in diesem Amt und nach Hanna-Renate Laurien (CDU) und Cornelia Seibeld (CDU) die dritte Frau an der Spitze des Berliner Parlaments. Die 46-jährige Diplom-Verwaltungswirtin gehört dem Abgeordnetenhaus seit 2016 an und war zuletzt Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion. Als Präsidentin leitet sie künftig die Sitzungen, übt das Hausrecht aus und vertritt das Parlament nach außen. ## Neue Parlamentspräsidentin setzt auf Dialog und Konsequenz In ihrer ersten Rede betonte sie, sie wolle die demokratische Debatte stärken und das Parlament für Schulklassen und Erstwähler öffnen. Unparlamentarisches Verhalten wolle sie konsequenter ahnden, wie der rbb24 berichtet. Klein kündigte an, viel Raum für Diskussionen zu lassen, der Ton müsse jedoch stimmen. Die Linke als stärkste Fraktion hatte das Vorschlagsrecht für den Posten inne. Bei der Wahl der Vizepräsidenten scheiterte indes der AfD-Kandidat Martin Trefzer. ### AfD-Kandidat scheitert bei Vizepräsidentenwahl klar Er erhielt in geheimer Abstimmung nur 40 Ja-Stimmen, obwohl seine Fraktion 29 Abgeordnete zählt, wie die Welt schreibt. Die CDU-Kandidatin Cornelia Seibeld wurde dagegen mit 109 Stimmen zur Vizepräsidentin gewählt. Die Geschäftsordnung sieht vor, dass die zweit- und drittstärkste Fraktion – CDU und AfD – jeweils einen Vizepräsidenten nominieren. Da die anderen Fraktionen Trefzer nicht wählen wollten, bleibt einer der beiden Posten vorerst vakant. Die AfD-Fraktionschefin Kristin Brinker kritisierte dies und forderte, das Wahlergebnis müsse sich auch in der Besetzung des Präsidiums widerspiegeln. ### Alterspräsident warnt vor wachsender Unsicherheit für Juden Die konstituierende Sitzung wurde vom CDU-Abgeordneten Kurt Wansner eröffnet, der als Alterspräsident in seiner Rede zur gesellschaftlichen und religiösen Toleranz aufrief. Er betonte, es sei nicht hinnehmbar, dass sich jüdische Mitbürger in Berlin nicht mehr sicher fühlten. Das Abgeordnetenhaus hat in der neuen Legislaturperiode 153 Mitglieder, sechs weniger als zuvor. Die Linke stellt 45 Sitze, die CDU 33, die AfD 29, die Grünen 25 und die SPD 21. Der Frauenanteil liegt bei rund 38 Prozent. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück