# Heereschef fordert Starshield-Zugang für Ukraine Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-24T21:12:22+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-24T21:12:41+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/heereschef-fordert-starshield-zugang-fuer-ukraine-770459/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, appelliert an die USA, der Ukraine ungehinderten Zugang zum Starshield-Satellitennetzwerk von Elon Musk zu gewähren. Zugleich kritisiert er Verzögerungen bei zentralen Rüstungsprojekten der Bundeswehr. ## Starshield als entscheidender Faktor "Starshield ist für die Gefechtsführung von höchster Bedeutung", sagte Generalleutnant Christian Freuding dem Handelsblatt. Die Ukraine benötige ungehinderten Zugang zu Datenverbindungen und nachrichtendienstlichen Informationen aller Partner. "Und man kann nur darauf hoffen, dass alle Partner der Ukraine weiterhin in ihrem Freiheitskampf verlässlich zur Seite stehen". Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich zuvor über Einschränkungen bei der Nutzung von Starshield beklagt. ### Kritik an Rüstungsprojekten und neue Pläne Zentrale Rüstungsprojekte der Bundeswehr gehen Freuding nach wie vor zu langsam. Er wolle kein "Hersteller-Bashing" betreiben. "Aber zu viele Beschaffungsprojekte liegen hinter dem Zeitplan und unter unserem Qualitätsanspruch", sagte der ranghöchste Offizier der Landstreitkräfte. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte öffentlich Lieferverzögerungen beim Schweren Waffenträger Infanterie beklagt. Auch der Flugabwehrkanonenpanzer Skyranger kommt deutlich später als geplant. ### Low-Cost-Cruise-Missiles und NATO-Einsätze Freuding strebt an, das Heer möglichst rasch mit Low-Cost-Cruise-Missiles auszustatten, die Ziele tief im Hinterland eines Gegners erreichen können. "Wir haben zwei Modelle in der näheren Betrachtung, die man noch für die Bundeswehr qualifizieren müsste, dann aber sehr rasch einführen könnte", erklärte der Inspekteur. Der US-Hersteller Covenant baut aktuell eine Marschflugkörperfertigung in Sachsen auf. Zudem sollen noch etwa 120 rund 50 Jahre alte Schützenpanzer Marder auf den neuen Digitalfunk umgerüstet werden. Weil sie für anstehende NATO-Aufgaben zu spät kommen, muss das Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen mit seinen Puma-Schützenpanzern einspringen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück