# Handwerkspräsident warnt vor Kürzungen in der Bildung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-18T17:22:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-18T17:22:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/handwerkspraesident-warnt-vor-kuerzungen-in-der-bildung-757410/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Zum Tag des Handwerks am Samstag wirbt Jörg Dittrich für die Branche und mahnt, akademische und berufliche Bildung seien gleichwertig. Gleichzeitig kritisiert er Pläne für Einsparungen im Bildungsbereich. ## Gleichwertigkeit von Ausbildung und Studium "Es gibt nicht eine gute und eine schlechte Ausbildung. Akademische und berufliche Bildung sind gleichwertig", sagte der Handwerkspräsident dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung sehe das allerdings anders aus. Umso unverständlicher sei es für ihn, dass erneut über Einsparungen bei der beruflichen Bildung gesprochen werde. "Vor dem Hintergrund der Pisa-Ergebnisse, rückläufiger Ausbildungsverträge in der Industrie und der Erwartung, dass das Handwerk einen Teil dieses Rückgangs auffängt, ist das nicht nachzuvollziehen". ### Bildungsmantra und aktuelle Statistiken "Das jahrzehntelange Bildungsmantra lautete: Wohlstand und beruflicher Erfolg sind nur über Abitur und ein anschließendes Studium zu erreichen. Diese Vorstellung fällt uns inzwischen auf die Füße", sagte der ZDH-Präsident dem RND. Aus den Statistiken ergebe sich jedoch ein anderes Bild. "In Sachsen wurden beispielsweise die Vergütungen von Meisterinnen und Meistern mit denen von Menschen mit Bachelorabschluss verglichen. Und es gab praktisch keinen grundlegenden Unterschied". ### Zuspruch zum Handwerk wächst Den zunehmenden Zuspruch junger Menschen zu seiner Branche erklärte Dittrich so: "In einer immer digitaleren und stärker entmaterialisierten Welt suchen Menschen nach etwas, das sie anfassen, fühlen, sehen können." Dazu komme das soziale Miteinander. "Es geht immer auch um menschliche Begegnungen. Diese unmittelbaren Kontakte sind ein großes Plus des Handwerks. Ich glaube, dass dieses Miteinander in Zukunft noch mehr Menschen anziehen wird." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück