# Gute Nachricht des Tages: Osnabrücks Literatur bekommt eine Bühne im „ersten unordentlichen ZimmerTheater“ Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-08T19:00:11+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-08T14:34:44+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gute-nachricht-des-tages-osnabruecks-literatur-bekommt-eine-buehne-im-ersten-unordentlichen-zimmertheater-764489/ Kategorie: Aktuell --- Lyrik, Prosa, Musik und Tanz treffen im „ersten unordentlichen ZimmerTheater“ aufeinander. Mit „Der performative Riss“ bringen die Theatermacher Sonja Damaschke und Nils Stickan Texte von Osnabrücker Autorinnen und Autoren auf die Bühne. ## Literatur aus Osnabrück im Rampenlicht Osnabrück hat eine eigene Literaturszene – doch viele ihrer Texte bleiben bislang vor allem im Kreis der Leserinnen und Leser. Das wollen Sonja Damaschke und Nils Stickan ändern. Ab dem 23. Oktober zeigen die Theatermacher im ersten unordentlichen ZimmerTheater „Der performative Riss“. Im Mittelpunkt stehen Gedichte, Erzählungen und Prosatexte von Autorinnen und Autoren aus Osnabrück. Dabei soll das Publikum Literatur nicht nur hören, sondern erleben. ### Wenn Sprache auf Bewegung trifft Die Texte werden für die Inszenierung ganz unterschiedlich behandelt. Einige bleiben unverändert und werden Wort für Wort gesprochen. Andere werden gekürzt, neu zusammengesetzt oder zu Collagen verdichtet. Bei weiteren Texten tritt die Sprache dagegen beinahe in den Hintergrund. Tanz und Musik greifen die Inhalte auf, kommentieren sie oder entwickeln eigene Antworten darauf. Der Text wird damit nicht mehr nur zur Vorlage für eine Theateraufführung, sondern zum Ausgangspunkt für eine Verbindung aus Stimme, Klang und Körper. ### Von Naturlyrik bis Krieg und Frieden Ausgangspunkt der Inszenierung ist das Stück „Die Farben der Engel“. Von dort aus öffnet sich das Programm in unterschiedliche literarische Richtungen. Naturlyrik trifft auf politische Gedichte über Krieg und Frieden. Komische Kurzgeschichten stehen neben gesellschaftskritischen Prosaminiaturen. Choreografien begleiten die gesprochenen Texte, während Live-Musik und Studioaufnahmen weitere Akzente setzen. Für die Musik sind Udo Becker und Wladimir Krasmann verantwortlich. Krasmann begleitet die Aufführung zudem live. ### Premiere am 23. Oktober Konzeption und Regie liegen bei Sonja Damaschke und Nils Stickan. Die beiden bewegen sich dabei bewusst zwischen der möglichst originalgetreuen Wiedergabe der Texte und deren künstlerischer Verwandlung. Die Premiere von „Der performative Riss“ beginnt am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr im ersten unordentlichen ZimmerTheater an der Lohstraße 45a in Osnabrück. Eine weitere Aufführung folgt am Samstag, 24. Oktober, ebenfalls um 20 Uhr. Zwei weitere Termine gibt es am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr. Karten kosten ab 14 Euro, Ermäßigungen sind verfügbar. Karten gibt es bei der Tourist-Information Osnabrück und online über Reservix. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück