# Gute Nachricht des Tages: Gemeinsames Fastenbrechen in Melle mit 200 Gästen Datum: 18.03.2026 15:00 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/gute-nachricht-des-tages-gemeinsames-fastenbrechen-in-melle-mit-200-gaesten-687935/ --- Das traditionelle Fastenbrechen, zu dem DITIB-Mimar-Sinan-Moschee-Gemeinde und der Stadt Melle eingeladen hatten, stand ganz im Zeichen des guten Miteinanders zwischen türkischstämmigen und deutschen Bürgern. Große Freude herrschte bei Gastgebern und Gästen darüber, dass zu den rund 200 Teilnehmenden auch der Konsul der Republik Türkei in Hannover, Musab Akdeniz, Bürgermeisterin Jutta Dettmann, die Bundestagsabgeordnete Filiz Polat, Landtagsabgeordneter Thomas Uhlen sowie Vertreter der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs aus Buer und die ebenfalls in Buer ansässige DITIB Fatih-Camii-Moschee-Gemeinde zählten. ## Gemeinsames Fastenbrechen als Moment der Dankbarkeit, Besinnung und Gemeinschaft „Es ist uns eine besondere Ehre, Sie alle heute in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Ihre Anwesenheit ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung, des Respekts und des gelebten Miteinanders in unserer Stadt und darüber hinaus“, unterstrich Nasu Bellikli vom Vorstand der gastgebenden Moscheen-Gemeinde in seiner Begrüßungsansprache. Das gemeinsame Fastenbrechen im Monat Ramadan sei weit mehr als ein traditionelles Essen nach Sonnenuntergang – es sei ein Moment der Dankbarkeit, der Besinnung und der Gemeinschaft. Der Ramadan erinnere daran, Hunger und Durst nicht nur körperlich zu erfahren, sondern auch Mitgefühl zu entwickeln für jene, die täglich verzichten müssen. „Er lehrt uns Geduld, Barmherzigkeit und Solidarität“, sagte der Redner weiter. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft gewinne das gemeinsame Fastenbrechen eine besondere Bedeutung. Es bringe Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Überzeugung an einen Tisch. Es schaffe Begegnung, baue Vorurteile ab und stärke den Dialog. Und es zeige: Vielfalt sei keine Herausforderung, sondern eine Bereicherung. ### Vielfalt im Mittelpunkt Diese Vielfalt stellte Bürgermeisterin Jutta Dettmann in den Mittelpunkt ihrer Rede. Sie würdigte ausdrücklich die breite und vielfältige Zusammensetzung der Gäste und hob hervor, wie eindrucksvoll sich an diesem Abend das gesellschaftliche Miteinander in Melle widerspiegele. Dass an diesem Fastenbrechen unter anderem auch die Bundestagsabgeordnete Filiz Polat und der Landtagsabgeordnete Thomas Uhlen beiwohnten, würdigte die Rednerin als Zeichen der Wertschätzung über die Meller Stadtpolitik hinaus. Ebenso dankte die Bürgermeisterin den Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirchen, der beiden anderen Meller Moschee-Gemeinden, der Stadt Melle, des Landkreises Osnabrück, der Diakonie, der Polizei, der Schulen, der Sportvereine, des Deutsch-Türkischen Arbeitskreises Melle und des Initiativkreises „Interkulturelle Woche Melle“ für ihren Anwesenheit: „Diese große Bandbreite an Gästen zeigt, wie lebendig, vielfältig und zugleich verbunden unsere Gesellschaft ist.“ Unterschiedliche religiöse Zugehörigkeiten, kulturelle Hintergründe und gesellschaftliche Aufgabenfelder kämen hier in wertschätzender Atmosphäre zusammen. Das gemeinsame Fastenbrechen mache deutlich, dass Dialog, Respekt und gegenseitige Unterstützung in Melle nicht nur Worte seien, sondern aktiv gelebt würden. ### Wunsch nach Herzenszufriedenheit und Zeichen der Achtsamkeit In einer kurzen Rückschau erinnerte Jutta Dettmann, dass sie im Rahmen des diesjährigen Ramadans bereits an zwei Fastenbrechen in Osnabrück und Buer teilgenommen habe. Bei einer dieser Begegnungen sei eine Sure zitiert wurden, in dem das Wort „Herzensfrieden“ eine besondere Rolle gespielt habe. „Ich wünsche mir auch für den heutigen Abend Herzensfrieden, und dass wir diesen Herzensfrieden über das Fastenbrechen hinaus in Melle weitergeben.“ Auch die Bundestagsabgeordnete Filiz Polat richtete ein Grußwort an die Gäste. Sie hob hervor, dass der Ramadan und das Fasten eine besondere Perspektive auf die Selbstverständlichkeiten des Alltags eröffneten. Das bewusste Verzichten auf Essen und Trinken führe eindrücklich vor Augen, wie kostbar Nahrung und Wasser seien – Güter, die für viele Menschen auf der Welt keine Selbstverständlichkeit darstellten. „Fasten bedeutet nicht nur Verzicht“, so die Abgeordnete, „sondern auch Achtsamkeit – gegenüber den eigenen Bedürfnissen, gegenüber unseren Mitmenschen und gegenüber den natürlichen Lebensgrundlagen.“ Daraus erwachse auch eine Verantwortung: für einen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Ressourcen sowie für die nachfolgenden Generationen. ### Ramadan für Solidarität, Teilen und gegenseitiges Verständnis Mit Blick auf die aktuelle Weltlage erinnerte Filiz Polat daran, dass Solidarität vielerorts brüchig geworden sei. Kriege, Fluchtbewegungen und gesellschaftliche Spannungen führten vor Augen, wie sehr es an Zusammenhalt und gegenseitigem Verständnis fehle. Gerade deshalb komme dem Ramadan mit seiner Botschaft von Mitgefühl, Teilen und Nächstenliebe eine besondere Bedeutung zu. „Der Fastenmonat Ramadan ist eine besondere Zeit, in der Solidarität, Teilen und gegenseitiges Verständnis eine noch größere Bedeutung gewinnen“, stellte Konsul Musab Akdeniz fest. Die Iftar-Tische böten dabei eine wichtige Gelegenheit, Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen zusammenzubringen und die gesellschaftlichen Bindungen zu stärken – so, wie es an diesem Abend in Melle geschehe. ### Zeichen der Freundschaft für kulturelle Stärkung und sozialen Zusammenhalt In diesem Sinne freute sich der Diplomat besonders darüber, an diesem Abend in Melle zu Gast zu sein. Der Redner würdigte in diesem Zusammenhang die Städtepartnerschaft zwischen Melle in Deutschland und dem türkischen Niğde als „ein konkretes und wertvolles Zeichen der Freundschaft zwischen unseren Ländern und Gesellschaften auf lokaler Ebene“. Diese Verbindung gelte als gutes Beispiel für die Stärkung kultureller und sozialer Zusammenarbeit. Die in Deutschland lebende türkische Gemeinschaft, so Musab Akdeniz weiter, leisten seit vielen Jahren bedeutende Beiträge in sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen. „Wir sind überzeugt, dass diese Beiträge auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens und konstruktiver Zusammenarbeit weiter gestärkt werden können – und wir hoffen, dass das spirituelle Klima des Ramadans Frieden, gegenseitiges Verständnis und gesellschaftliche Solidarität fördert“, schloss der Konsul seine Ansprache. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück