# Gute Nachricht des Tages: DRK-Kreisverband Melle pflanzt Zitterpalme als „Baum des Jahres 2026“ Datum: 29.04.2026 15:00 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/gute-nachricht-des-tages-drk-kreisverband-melle-pflanzt-zitterpalme-als-baum-des-jahres-2026-706913/ --- Stahlblauer Himmel, strahlender Sonnenschein, blühender Raps und zartes Grün in den Baumkronen: Bei Kaiserwetter haben der Präsident des DRK-Kreisverbandes Melle, Lars Albertmelcher, und Kreisgeschäftsführerin Ines Rose unweit der Bifurkation in Gesmold die Zitterpappel (Populus tremula) als „Baum des Jahres 2026“ gepflanzt – tatkräftig unterstützt von Landrätin Anna Kebschull und Bürgermeisterin Jutta Dettmann. Der Standort verdeutlicht dabei eindrucksvoll, wie eng Naturerlebnis, Umweltbildung und praktischer Naturschutz miteinander verbunden sind und welche Bedeutung naturnahe Lebensräume für Artenvielfalt, Klimaschutz und nachhaltige Landschaftsentwicklung haben. Gerade die Pflanzung heimischer Baumarten wie der Zitterpappel setzt dabei ein sichtbares Zeichen für ökologische Verantwortung und die Stärkung stabiler, vielfältiger Ökosysteme in der Region. ## Baum des Jahres verdeutlicht Tradition „Seit 1989 präsentiert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald alljährlich den ,Baum des Jahres‘“, erläuterte die Vorsitzende des SDW-Kreisverbandes Osnabrück, Regine Herchen, in ihrer Begrüßungsansprache. Dass eine solche Baumpflanzung auf dem Gelände des weithin bekannten Umweltbildungsstandort Tradition besitzt, verdeutlichte die Rednerin im Folgenden. „Vor 25 Jahren – im Jahre 2001 – wurden hier die ersten 13 Bäume in die Erde gesetzt“, sagte sie. Seinerzeit sei es ihr persönlich gelungen, 13 Einzelpersonen, Vereine und Institutionen für eine Baumpatenschaft zu gewinnen. Als Stifter hätten dabei die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Eiche als Baum des Jahres 1989), Robert Heggemann (Buche / 1990), Ernst-August Hoppenbrock (Linde / 1991), Familie von Richthofen (Ulme (1992), Kurt Buschhausen (Speierling / 1993), Georg zur Nedden (Eibe /1994), Ulrike Horstmann (Spitzahorn / 1995), Heinz Böckmann (Hainbuche / 1996), Josef Stock (Eberesche /1997), der Kirchenkreis Melle (Wildbirne /1998), die Schule Gesmold (Silberweide /1999), Hartmut Wippermann (Sandbirke /2000) und die Jägerschaft Melle (Esche /2021) fungiert. In den Folgejahren, so Regine Herchen weiter, seien diese Baumpflanzungen fortgesetzt worden. „Und heute freuen wir uns darüber, dass der DRK-Kreisverband Melle den ,Baum des Jahre 2026 – eine Zitterpappel – gestiftet hat“, so die Kreisvorsitzende. ### Ökologisch wichtige Baumart gepflanzt Im Folgenden stellte Regine Herchen die besonderen Eigenschaften des „Baums des Jahres 2026“ hervor. Die Zitterpappel, auch Espe genannt, ist ein heimischer Laubbaum und eine typische Pionierbaumart. Sie erreicht in der Regel eine Höhe von etwa 20 bis maximal 35 Metern und bildet eine lockere, lichte Krone. Charakteristisch sind für diesen Baum die rundlich bis leicht herzförmigen Blätter, die an langen, seitlich abgeflachten Stielen sitzen. Dadurch beginnen sie schon bei geringer Luftbewegung deutlich zu zittern, was der Art ihren Namen gegeben hat. Die Rinde junger Bäume ist glatt und grünlich-grau, später wird sie dunkler und rissig. Die Zitterpappel – die in Mitteleuropa am häufigsten auftretende Pappelart – wächst sehr schnell und stellt nur geringe Ansprüche an den Standort. Sie besiedelt bevorzugt offene Flächen, Lichtungen und Waldränder. Neben der Vermehrung über Samen bildet sie stark ausgeprägte Wurzelausläufer und kann dadurch größere, klonal identische Bestände bilden. Ökologisch ist die Zitterpappel eine wichtige Baumart, da sie zahlreichen Insekten, insbesondere Schmetterlingsarten, sowie Vögeln und Kleinsäugern Lebensraum und Nahrung bietet. Ihre weiche Rinde wird zudem von verschiedenen Vogelarten, darunter Spechten, genutzt. Im Jahresverlauf zeigt die Zitterpappel ein wechselndes Erscheinungsbild mit frischem, hellgrünem Laub im Frühjahr und einer leuchtend gelben Herbstfärbung, bevor die Blätter frühzeitig abfallen. ### Austausch und musikalische Untermalung für gemeinschaftliches Umweltbewusstsein Musikalisch umrahmt wurde die Baumpflanzung von der Jagdhornbläsergruppe „Grönegau“, die mit ihren Auftritten für eine stimmungsvolle und zugleich feierlich-naturverbundene Atmosphäre sorgten. Besonders das gemeinsam gespielte Volkslied „Kein schöner Land“ verlieh der Veranstaltung einen bewusst gemeinschaftlichen Charakter und unterstrich die enge Verbindung von Natur, Brauchtum und regionaler Identität. Im Anschluss an den offiziellen Teil führte der Weg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum nahegelegenen Grillplatz des Heimatvereins Gesmold. Dort bot sich in ungezwungener Runde Gelegenheit zum Austausch über die Bedeutung der Baumpflanzung, aktuelle Umwelt- und Naturschutzthemen sowie die Rolle ehrenamtlichen Engagements in der Region. Bei Gesprächen in entspannter Atmosphäre wurde die Veranstaltung als lebendiger Begegnungsraum wahrgenommen, der fachliche Inhalte mit persönlichem Miteinander verbindet und den Gedanken des „Baums des Jahres“ im Sinne eines nachhaltigen, gemeinschaftlich getragenen Umweltbewusstseins weiterführt. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück