Eine Abordnung der St.-Landolinus-Schützenbruderschaft aus dem ostwestfälischen Delbrück-Boke hat jetzt das Kinderhospital Osnabrück am Schölerberg besucht und eine Spende in Höhe von 8450 Euro übergeben. Das Geld kam beim 46. Bernhard-Ottensmeier-Pokalschießen zusammen und kommt einer neuen Therapieküche des Kinderhospitals zugute, die das therapeutisch-pädagogische Angebot der Tagesklinik weiter verbessert.
Lange Historie des Spendens sammelte bereits 145.393 für kranke Kinder
Die Spendensammlung für das Kinderhospital ist mittlerweile eine gute Tradition. Seit 1980 kamen dabei insgesamt 145.393,98 Euro zusammen. Immer wurden die Mittel anlässlich des von den Schützen eigens ins Leben gerufenen Bernhard-Ottensmeier-Pokalschießens in Ostwestfalen gesammelt und in Osnabrück übergeben. „Das ist eine schier unglaubliche Summe“, so Wilfried Siemering (Vorstandsvorsitzender / Verwaltungsdirektor Kinderhospital Osnabrück am Schölerberg – Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik), der sich herzlich bei allen Beteiligten bedankte. Dieses Engagement sei sehr beeindruckend und suche seinesgleichen. Das Kinderhospital freue sich über die dafür angeschaffte Therapieküche, denn viele der kleinen Patienten müssten hier nochmal das lernen, was sonst selbstverständlich sei, das gemeinsame Kochen und das gemeinsame Essen zählten dazu. Kein anderer Unterstützer habe eine derartig hohe Summe gespendet und eine derartig lange Verbundenheit zum Kinderhospital aufrechterhalten. Es könne gar nicht genug gedankt werden, sagt Siemering.
Arbeit des Kinderhospitals soll auch in Zukunft gewürdigt werden
Matthias Ottensmeier und Walter Janzen von den Boker Schützen berichteten, „im Jahr 1980, fünf Jahre nach Gründung der Schießsportgruppe, wollten die Schützen neben den sportlichen Aktivitäten auch etwas Gutes tun“. Ein Pokal wurde vom damaligen Oberst der Schützen-Bruderschaft gestiftet. Ein Adressat war schnell gefunden: das Kinderhospital Osnabrück. Dort war zwei Jahre zuvor die an Krebs erkrankte Enkeltochter eines Vereinsmitgliedes erfolgreich behandelt worden. Der Schützenbruder Franz Lange hatte nur Gutes von dort berichtet. Und so kam beim ersten Pokalschießen in Boke eine Summe von 800 DM zusammen. Seither bringen die Boker jedes Jahr die Erlöse des Bernhard-Ottensmeier-Pokalschießens, an dem sich Vereine aus dem ganzen Kreis Paderborn beteiligen, persönlich nach Osnabrück. Und da Schützen Traditionen lieben, wollen sie das auch die nächsten Jahre fortsetzen.
Spendenbereitschaft stieg über die Jahre immer weiter an
Die Spenden-Summe stieg Jahr um Jahr – vor allem seit Einführung der Tombola 1987. Die tollen Preise der Tombola seien immer sehr attraktiv und würden den Schützen unentgeltlich zur Verfügung gestellt, so Ottensmeier: Dies verdeutliche auch die große Spendenbereitschaft in Delbrück-Boke, auf die sich die Boker Schützen seit 46 Jahren stets verlassen dürften. Ottensmeier und Janzen kündigten an, die Spendenaktion für die Osnabrücker Kinderhospitäler auch in den kommenden Jahren fortzusetzen, weil dies eine echte Herzensangelegenheit der St.-Landolinus-Schützenbruderschaft sei. Die Spenden gehen übrigens seit 2011 im alljährlichen Wechsel an das Kinderhospital am Schölerberg und das Christliche Kinderhospital Osnabrück. Somit profitieren die Patienten beider Kinderkliniken von dem großartigen Engagement der Schützenbrüder aus Delbrück-Boke.
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