# Güler fordert mehr Geld für humanitäre Hilfe Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-19T01:52:14+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-19T01:52:17+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gueler-fordert-mehr-geld-fuer-humanitaere-hilfe-744953/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Staatsministerin Serap Güler (CDU) pocht im Bundestag auf höhere Mittel für humanitäre Hilfe. Prioritäten seien Sudan, Gaza und die Ukraine. Kritiker werfen der Regierung vor, vom Koalitionsvertrag abzuweichen. ## Prioritäten und Kürzungen im Haushalt Zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August betonte Güler im ARD-Hauptstadtstudio, notleidenden Menschen zu helfen, sei "in unserem ureigenen sicherheitspolitischen Interesse". Es sei naiv zu glauben, dass die Folgen globaler Krisen Deutschland nicht erreichen würden. Angesichts knapper Mittel müssten Prioritäten gesetzt werden. An erster Stelle stünden der Sudan, Gaza, der Mittlere Osten und weiterhin die Ukraine, so die Staatsministerin. Seit 2025 wurden die Mittel des Auswärtigen Amts für humanitäre Hilfe um rund 50 Prozent gekürzt. Für 2026 und 2027 sind jeweils etwa eine Milliarde Euro eingeplant. Güler bezeichnete die Einschnitte als schmerzhaft, aber unvermeidbar. Nun sei es wichtig, im Haushaltsverfahren nach der Sommerpause eine Aufstockung zu erreichen. Auch das BMZ ist von Kürzungen betroffen. Boris Mijatovic (Grüne), Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, übte scharfe Kritik. Er forderte die Bundesregierung auf, den Titel für humanitäre Hilfe auskömmlich auszustatten – wie im Koalitionsvertrag versprochen. Dass dies nicht geschehe, sei ein Fehler. 1970 hatte die UN-Generalversammlung beschlossen, dass entwickelte Länder 0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts für öffentliche Entwicklungsleistungen aufbringen sollen. 2015 wurde diese Vorgabe in den UN-Entwicklungszielen verankert. In Deutschland lag die sogenannte "ODA-Quote" 2025 bei 0,56 Prozent. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück