# Grüner, klimaresilienter und barrierefrei: Stadt Osnabrück baut Platz des 20. Juli in der Altstadt um Datum: 10.08.2026 13:30 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/gruener-klimaresilienter-und-barrierefrei-stadt-osnabrueck-baut-platz-des-20-juli-in-der-altstadt-um-741429/ --- Der nächste Platz in der Osnabrücker Innenstadt bekommt ein neues Gesicht: In der vergangenen Woche haben die Arbeiten zur Umgestaltung des Platzes des 20. Juli begonnen. Die rund 1.100 Quadratmeter große, bislang stark versiegelte Fläche am Eingang zur Altstadt soll grüner, klimaresilienter und barrierefrei werden. Auch neue Sitzgelegenheiten und zusätzliche Fahrradstellplätze sind vorgesehen. ### Stark versiegelt und im Sommer besonders heiß Der Platz des 20. Juli bildet an der Kunsthalle Dominikanerkirche einen der Eingangsbereiche zur historischen Altstadt. Einladend ist er bislang allerdings nur bedingt. Große Teile der Fläche sind versiegelt, Schatten ist Mangelware. Die Stadt stuft den Platz deshalb als thermisch hochbelastet und seine Aufenthaltsqualität als gering ein. Zudem sollen der Gedenkort, die vorhandene Brunnenanlage und die Kunstwerke künftig stärker in die Gestaltung des Platzes eingebunden werden. ### Mehr Grün und neue Sitzgelegenheiten Im Mittelpunkt des Umbaus steht die teilweise Entsiegelung der Fläche. Neue Grün- und Pflanzflächen sollen insbesondere an heißen Sommertagen das Mikroklima verbessern. Gleichzeitig erhält der Platz neue Sitzgelegenheiten und weiteres Stadtmobiliar, das sich am einheitlichen Möblierungskonzept der Innenstadt orientiert. „Mit diesen Veränderungen soll der Platz des 20. Juli zu einem zukunftsfähigen Ort der Begegnung werden. Begrünte Flächen und Begegnungsorte mit gezielter Hitzevorsorge sind essenziell, da sie attraktive Aufenthaltsräume darstellen – insbesondere in Hitzeperioden wie in diesem Sommer“, sagt Stadtbaurat Thimo Weitemeier. ### Treppen verschwinden – mehr Platz für Fahrräder Auch bei der Barrierefreiheit soll sich einiges tun. Die bestehenden Treppenstufen werden entfernt, so dass der Platz künftig ohne Barrieren zugänglich sein soll. Darüber hinaus nimmt sich die Stadt die Fahrradinfrastruktur in der angrenzenden Bierstraße vor. Dort entstehen zusätzliche Abstellmöglichkeiten sowie eine Rad-Ausweichbucht. Bei der Neugestaltung spielt auch die Funktion des Platzes als Gedenkort eine wichtige Rolle. Durch veränderte Raumkanten, Sichtachsen und eine angepasste Bepflanzung soll der Gedenkbereich stärker hervorgehoben werden. Dabei soll weiterhin das ganze Jahr über stilles Gedenken möglich sein. ### Umbau erfolgt in Abschnitten Umgesetzt wird das Projekt von den Auszubildenden des Osnabrücker ServiceBetriebs (OSB) in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Zunächst stehen die Teilentsiegelung, allgemeine Bauarbeiten und die neue Möblierung an. Im Herbst sollen die neu geschaffenen Flächen bepflanzt werden. Im kommenden Sommer folgt der letzte Abschnitt. Dann wird das bestehende Baum-Hochbeet vergrößert, eine zusätzliche Pflanzfläche angelegt und die Treppenanlage zurückgebaut. ### Teil einer größeren Altstadt-Offensive Der Umbau gehört zur „Qualitätsoffensive öffentlicher Raum Altstadt“. Im Zuge des Programms sind weitere Umgestaltungen vorgesehen, unter anderem am Gerberhof und am Jina-Mahsa-Amini-Platz. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des niedersächsischen Programms „Resiliente Innenstädte“. „Ich freue mich ausdrücklich darüber, dass dieses Projekt in das Landesprogramm ‚Resiliente Innenstädte‘ aufgenommen wurde. Dies unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt“, sagt Finanzvorstand Thomas Fillep. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück