# Grüne und SPD wollen im Rat der Stadt Osnabrück gemeinsam weitermachen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-23T05:00:46+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-22T15:01:34+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gruene-und-spd-wollen-im-rat-der-stadt-osnabrueck-gemeinsam-weitermachen-758824/ Kategorie: Aktuell --- Die Osnabrücker Grünen und die SPD wollen ihre Zusammenarbeit im Stadtrat fortsetzen. Beide Parteien haben Gespräche vereinbart, um auszuloten, wie sie an die bisherige Kooperation anknüpfen können. Gleichzeitig sprechen sich die Sozialdemokraten für den OB-Kandidaten der Grünen, Volker Bajus, in der Stichwahl aus. ## Gespräche über neue Mehrheiten „Wir kennen Volker Bajus aus vielen Jahren der Zusammenarbeit und teilen viele seiner politischen Ziele für Osnabrück. Deshalb unterstützen wir Volker Bajus in der Stichwahl. Gleichzeitig wollen wir im neuen Stadtrat Verantwortung übernehmen und wichtige Projekte gemeinsam voranbringen“, erklärt Robert Alferink, Vorsitzender der SPD. „Von der Beitragsfreiheit von Bildung über bezahlbare Mieten bis hin zu einem funktionierenden ÖPNV sehen wir große Überschneidungen mit den Grünen.“ Bei den Themen Wohnen, Mobilität, Klimaschutz und Bildung sehen die Parteien gemeinsame Schwerpunkte. „Wir haben gemeinsame Schwerpunkte vor allem bei den Themen Wohnen, Mobilität, Klimaschutz und Bildung. Darüber werden wir jetzt miteinander reden, welche Schritte als Nächstes notwendig sind und wie Mehrheiten dafür aussehen könnten“, kündigt Luca Wirkus, Sprecherin des Vorstands der Grünen, an. Die Suche nach einer stabilen Mehrheit dürfte mehrere Gesprächsrunden erfordern. „Als Nächstes werden wir mit Volt sprechen, das bereits Teil unserer bisherigen Mehrheitsgruppe war. Anschließend wollen wir mit weiteren demokratischen Kräften unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit ausloten. Stabile Mehrheiten zu finden, wird nicht einfach. Aber uns geht es um die Sache – und die ist es wert“, so Jens Meier, Fraktionsvorsitzender der Grünen. ### Wohnungsbau bis über 2030 hinaus Ein zentrales Thema der möglichen weiteren Zusammenarbeit ist der Wohnungsbau. SPD und Grüne wollen die kommunale [Wohnungsgesellschaft WiO](https://hasepost.de/wohnungsfrage-in-osnabrueck-spitzt-sich-zu-streit-um-kurs-der-staedtischen-wio-nimmt-fahrt-auf-701716/) dazu bringen, auch nach 2030 weiter bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Osnabrück braucht dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Deshalb wollen wir jetzt die Weichen dafür stellen, dass unsere kommunale Wohnungsgesellschaft WiO auch über 2030 hinaus weitere bezahlbare Wohnungen baut“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Hambürger dos Reis. Große Bauprojekte müssten frühzeitig vorbereitet werden: „Große Bauprojekte haben lange Vorlaufzeiten – wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen nun schon die Investitionen planen, die dann ab 2030 relevant werden“, macht dos Reis deutlich, die zudem WiO-Aufsichtsratsvorsitzende ist. ### Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger Auch bei Mobilität und Klimaanpassung sehen die beiden Parteien gemeinsame Ziele. Dazu gehören mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger, Verbesserungen durch das neue Busnetz sowie ein schnelleres Vorgehen bei Stadtbegrünung und beim Schutz vor Hitze und Starkregen. „Wir brauchen mehr Sicherheit für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Auch mit dem neuen Busnetz wollen wir zukunftsfähiger werden. Gleichzeitig muss Osnabrück bei der Stadtbegrünung und der Vorsorge gegen Hitze und Starkregen schneller vorankommen“, führt Meier aus. ### Bildung als weiteres gemeinsames Thema Auch die Bildungspolitik gehört zu den Themen, bei denen SPD und Grüne gemeinsame Ziele sehen. Mit Blick auf die PISA-Ergebnisse fordern sie bessere Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft. „Bildungserfolg hängt noch immer viel zu sehr von der sozialen Herkunft ab. Das ist weder gerecht noch fair. Auch in Osnabrück müssen unsere Kitas und Schulen allen Kindern gute Zukunftschancen ermöglichen. Dafür wollen wir die Bildungsangebote weiter verbessern“, so Wirkus und Alferink abschließend in einer gemeinsamen Mitteilung. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück