# Grüne nennen Rücktritt von Jens Spahn folgerichtig nach Skandalen Datum: 18.07.2026 18:54 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gruene-nennen-ruecktritt-von-jens-spahn-folgerichtig-nach-skandalen-733735/ --- Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann haben den Rücktritt von Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) als folgerichtige Konsequenz bewertet. In einer schriftlichen Erklärung führen sie eine Reihe politischer Fehlentscheidungen, Skandale und persönliche Verhaltensweisen als Gründe für Spahns Schritt an. ## Grüne sehen Rücktritt als Konsequenz aus Skandalen und Fehlentscheidungen Grünen-Fraktionschefinnen Katharina Dröge und Britta Haßelmann bezeichneten den Rücktritt von Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) als „folgerichtig“. Es gehe „nicht allein um eine persönliche Entscheidung, die im Widerspruch zur Beschlusslage seiner Partei stand“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung der beiden Grünen-Politikerinnen. „Vielmehr haben all die Skandale, Fehlentscheidungen und Führungsschwächen im Amt letztlich zu diesem Punkt geführt“, erklärten Dröge und Haßelmann weiter laut der schriftlichen Erklärung. Dazu gehörten nach ihrer Darstellung der schlechte Start der Koalition mit der Kanzlerwahl im zweiten Wahlgang sowie „handwerkliche Fehler und Fehlentscheidungen, wie zuletzt bei der GKV-Beitragsstabilisierung oder der destruktive Streit bei der Besetzung einer offenen Richterposition im Bundesverfassungsgericht“. „Als Fraktionsvorsitzender trug Jens Spahn hierfür Verantwortung“, so die Grünen-Politikerinnen. ### Kritik an persönlichem Verhalten und offenen Fragen In der Erklärung verweisen Dröge und Haßelmann zudem darauf, dass bei Spahn „immer wieder negative Berichterstattung und unaufgeklärte Fragen um Maskendeals gekommen“ seien, ebenso „das Thema Spendendinner, die Treffen im Netzwerk um Peter Thiel“. „Jetzt war es ganz offensichtlich zu viel“, heißt es wörtlich in der schriftlichen Stellungnahme. Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden kritisieren Spahns persönliches Verhalten scharf: „Bei Jens Spahn hat jetzt das persönliche Verhalten nicht dazu gepasst, was er selbst politisch vertreten und als Gesetzeslage im Deutschen Bundestag befürwortet hat. Und was heute als Gesetz für alle in Deutschland gilt.“ Wer politisch so handele, „zerstöre Glaubwürdigkeit und Vertrauen“. Zugleich schließen Dröge und Haßelmann ihre Erklärung mit persönlichen Worten: „Persönlich wünschen wir ihm und seiner Familie alles Gute.“ --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück