# Grüne Jugend attackiert Parteispitze wegen Realo-Netzwerk-Vorwürfen Datum: 12.06.2026 18:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gruene-jugend-attackiert-parteispitze-wegen-realo-netzwerk-vorwuerfen-722045/ --- In Bündnis 90/Die Grünen sorgt ein Konflikt zwischen der Parteijugend und Teilen der Parteispitze für Spannungen. Die Grüne Jugend wirft insbesondere Parteichefin Franziska Brantner und Bundesvorstand Heiko Knopf vor, am Aufbau eines Realo-Netzwerks in Konkurrenz zur Parteijugend beteiligt zu sein. Brantner und Knopf weisen die Vorwürfe zurück und betonen, es seien weder Fraktions- noch Parteimittel geflossen. ## Vorwürfe der Grünen Jugend gegen Parteispitze Grüne-Jugend-Bundessprecherin Henriette Held kritisierte in der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe): „Dieses Vorgehen schädigt die Geschlossenheit in der Partei“. Co-Chef Luis Bobga erklärte der „Süddeutschen Zeitung“, Brantner habe als Parteichefin die Aufgabe, für eine geschlossene Grüne Partei zu kämpfen. Ihr Vorgehen erwecke den Eindruck, dass sie ihrer Verantwortung als Parteivorsitzende an dieser Stelle nicht gerecht werde. Jüngster Auslöser des Streits ist laut „Süddeutscher Zeitung“ ein Treffen der „Akademie der Jungen Realos“ mit 120 Teilnehmern am vergangenen Wochenende in Berlin. Dort waren der Zeitung zufolge auch Parteichefin Franziska Brantner und Bundesvorstand Heiko Knopf aufgetreten. Mitarbeiter ihrer Büros sollen in die Organisation des Treffens eingebunden gewesen sein, hieß es in der „Süddeutschen Zeitung“. Held kritisierte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, es sei offen, ob die Büros Geld, Arbeitszeit und Arbeitsmittel zweckentfremdet hätten, um für den Aufbau der Nebenstrukturen zur offiziellen Grünen Jugend zu arbeiten. ### Brantner und Knopf weisen Kritik zurück Brantner und Knopf wiesen die Vorwürfe zurück. Sie seien nicht in die Organisation der Akademie eingebunden gewesen, sagten sie der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Mitarbeitende hätten ehrenamtlich, außerhalb ihrer Arbeitszeit und ohne Auftrag an der Organisation der Veranstaltung mitgewirkt. Es seien weder Fraktions- noch Parteimittel geflossen, betonten Brantner und Knopf gegenüber der SZ. ### Konflikt reicht bis in die Bundestagsfraktion Der Streit um die Parteijugend spaltet auch die Grünen-Bundestagsfraktion. Die Abgeordnete Karo Otte sagte der „Süddeutschen Zeitung“, der Vorwurf stehe im Raum, dass aus der Mitte des Parteivorstands heraus Ressourcen geflossen seien, um die Struktur des satzungsgemäßen Jugendverbandes der Grünen zu unterminieren. Dabei sei die Grüne Jugend eine gute, von einer sehr breiten Mehrheit getragene Vertretung. „Jetzt müssen Fragen beantwortet werden“, forderte sie in der „Süddeutschen Zeitung“. Der Abgeordnete Timon Dzienus mahnte an die Adresse von Brantner und Knopf, der grüne Bundesvorstand müsse für Transparenz sorgen und solch ein Agieren unterlassen, wie er der „Süddeutschen Zeitung“ sagte. Die Realos hielten laut „Süddeutscher Zeitung“ dagegen. Till Steffen empfahl der Zeitung zufolge, den Ball flach zu halten. Mit eigenem Engagement hätten einige junge Leute ein Gesprächs- und Diskussionsformat geschaffen, das sie so für sich beim Jugendverband nicht gefunden hätten. Auch Grünen-Chefin Brantner sagte der „Süddeutschen Zeitung“, als pluralistische Partei sollten sie allen eine Heimat bieten, auch denen, „die noch etwas anderes suchten als das, was sie derzeit in der Grünen Jugend fänden.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück