# Grüne fordern klare Zuständigkeiten für Drohnenabwehr Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-18T15:52:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-18T15:52:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gruene-fordern-klare-zustaendigkeiten-fuer-drohnenabwehr-744793/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Grünen haben anläßlich der Eröffnung des Technologiezentrums Drohnensicherheit in Cochstedt klare Zuständigkeiten und mehr Zentralisierung bei der Drohnenabwehr gefordert. Konstantin von Notz, Innenexperte der Partei, kritisiert die bisherige Politik als unzureichend. ## Kritik an mangelnder Federführung Der Grünen-Innenexperte und stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Konstantin von Notz, sagte der "Rheinischen Post": "Gerade im Bereich der Drohnenabwehr brauchen wir endlich gute rechtliche Grundlagen und glasklare Zuständigkeiten". Statt Verantwortung zu übernehmen und ein bestehendes Kompetenzwirrwarr anzugehen, habe der zuständige Innenminister vor allem auf andere gezeigt. Er habe medienwirksam ein Drohnenzentrum in Cochstedt eröffnet, dessen tatsächliche "Arbeitsfähigkeit und Sinnhaftigkeit" erst noch bewiesen werden müsse. Das neue Forschungszentrum könne zwar einen "sinnvollen Beitrag" leisten, sei aber gewiss nicht die Hauptbaustelle, die man derzeit bearbeiten müsste. Vielmehr müsse der Bundesinnenminister der Bundespolizei endlich die Federführung bei der Sicherung der Luftsicherheit zuschreiben. Insgesamt brauche man "extrem dringend mehr Bündelung und Zentralisierung der Kompetenzen". ### Bedrohungslage und politische Reaktionen Als Demokratie inmitten Europas und einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine sei Deutschland "voll im Fokus vor allem Russlands", so von Notz. Auf stark gestiegene Bedrohungslagen reagierten die Verantwortlichen in der Bundesregierung seiner Ansicht nach absolut unzureichend. Wie wichtig es sei, sich wehrhafter aufzustellen, hätten die letzten Wochen gezeigt. "Vor allem die Vorgänge in Leipzig, bei denen wir erneut nur um Haaresbreite an einer Katastrophe vorbeigeschrammt sind, haben krasse Sicherheitslücken noch einmal schonungslos offenbart. Die Sprach- und Konzeptlosigkeit von Innenminister und Bundeskanzler ist frappierend und steht im krassen Widerspruch zu allen Inszenierungen als innenpolitisch harte Hunde, die wir nach praktisch sonst jedem innenpolitischen Vorfall wahrnehmen". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück