Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Deutschland fordert Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge ein umfassendes staatliches Programm zum Ausbau von Klimaanlagen. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen müssten nach ihrer Ansicht schnell und flächendeckend klimatisiert werden, idealerweise in Verbindung mit Solaranlagen.
Grünen-Fraktionschefin fordert „Abkühl-Sofortprogramm“
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge dringt auf ein bundesweites Programm zum Einbau von Klimaanlagen in besonders sensiblen Einrichtungen. „Deutschland braucht ein Abkühl-Sofortprogramm, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Es brauche volles Tempo beim Ausbau von Klimaanlagen – allerdings verknüpft mit dem Ausbau von Solaranlagen.
Klimaanlagen-Förderung an Solarstrom gekoppelt
Die Grünen planen, die staatliche Förderung für Klimaanlagen an die gleichzeitige Installation von Solarzellen auf dem Dach zu koppeln. Das sei nach ihrer Darstellung die sinnvollste Kombination, da der Solarstrom die Betriebskosten für die Klimatisierung gering halte. „Die Hitze untertags geht mit hoher Sonneneinstrahlung und damit besonders viel Solarertrag einher“, so Dröge in der „Bild am Sonntag“.
Nutzung von Sondervermögen und Kritik an auslaufender Förderung
Laut der Fraktionsvorsitzenden sollte ein Teil des Sondervermögens für ein unbürokratisches Abkühl-Sofortprogramm genutzt werden. Dröge kritisierte die Regierung, weil sie ausgerechnet jetzt ein Förderprogramm für Hitzeschutz auslaufen lasse. Das sei ein großer Fehler, machte sie in der „Bild am Sonntag“ deutlich. Ohne Kühlung und Klimatisierung werde es an vielen Orten künftig nicht gehen, eine riesige Zahl an Kitas, Schulen oder Pflegeheimen sei bisher nicht entsprechend ausgestattet. „Hitzewellen in Pflegeheimen kosten Menschenleben“, warnte die Grünen-Politikerin gegenüber der „Bild am Sonntag“.
