# Grüne beanspruchen Deutungshoheit über erneuerten Liberalismus in Deutschland Datum: 30.03.2026 16:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gruene-beanspruchen-deutungshoheit-ueber-erneuerten-liberalismus-in-deutschland-697614/ --- Führende Vertreter der Grünen sehen ihre Partei in der Verantwortung, den Liberalismus neu zu definieren und damit das politische Erbe der aus immer mehr Parlamenten gewählten FDP anzutreten. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) fordern Grünen-Chefin Franziska Brantner und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay einen „Neuen Liberalismus“, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit verbindet. ## Grünen-Politiker reklamieren liberales Erbe Franziska BrantnerBelit Onay Die beiden Grünen-Politiker beanspruchen in dem Gastbeitrag für die FAZ damit explizit das Erbe der FDP, die nach ihren Worten aus immer mehr Parlamenten gewählt wird. Aus ihrer Sicht soll die Partei damit in eine Rolle hineinwachsen, die über das traditionelle Selbstverständnis der Grünen hinausweist. ### Individuelle Verantwortung und Ordnungspolitik Brantner und Onay machen sich in ihrem FAZ-Beitrag unter anderem stark für individuelle Verantwortung. Sie plädieren für Ordnungspolitik ohne Bevormundung und betonen, Marktkräfte gezielt für den Klimaschutz mobilisieren zu wollen. Damit verknüpfen sie klassische liberale Elemente wie Eigenverantwortung und marktwirtschaftliche Instrumente mit umwelt- und klimapolitischen Zielen. In der Sicherheitspolitik fordern Brantner und Onay laut FAZ-Beitrag eine europäische Verteidigungsunion. Aus ihrer Sicht gehört eine verstärkte sicherheitspolitische Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zu einem modernen Verständnis liberaler Politik. ### Skepsis gegenüber „zu forscher“ Genderpolitik Skepsis lassen die beiden Autoren gegenüber einer aus ihrer Sicht zu forschen Genderpolitik erkennen. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) schreiben Brantner und Onay: „Genderdebatten haben eine wichtige Sensibilität für subtile Diskriminierungen geschärft. Doch wer antidiskriminatorische Anliegen gegen den normativen Universalismus ausspielt, untergräbt das eigene Fundament. Freiheit und Gleichheit in der universalistischen Aufklärungstradition – von Locke bis Kant – bleiben die normative Basis auch eines erneuerten Liberalismus.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück