# Großrazzia gegen mutmaßliche Rechtsextreme in MV Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-30T12:17:01+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-30T12:24:24+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/grossrazzia-gegen-mutmassliche-rechtsextreme-in-mv-761550/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Polizei durchsucht Gebäude in mehreren Bundesländern wegen Volksverhetzung Ermittlungsbehörden sind am Mittwoch in einer groß angelegten Aktion gegen mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. Wie der NDR und der Nordkurier berichten, wurden in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern mehrere Gebäude durchsucht. Im Fokus stehen vier Beschuldigte im Alter von 43 bis 55 Jahren, die eine kriminelle Vereinigung gebildet haben sollen. Ihnen wird vorgeworfen, seit mindestens 2020 Tonträger mit volksverhetzender Musik hergestellt und verkauft zu haben, um eine nationalsozialistische, antisemitische und rassistische Ideologie zu verbreiten. Einer der Beschuldigten gilt als Rädelsführer, wie die Staatsanwaltschaft Rostock mitteilte. An den Durchsuchungen war auch das Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Festnahmen seien nicht geplant, es gehe um die Aufklärung der Verdachtsfälle, so die Ermittler. ## Razzien gegen Volksverhetzung bundesweit und im Ausland Laut Nordkurier erstreckten sich die Durchsuchungen auch auf weitere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen. Dort wurden Objekte von acht weiteren Beschuldigten durchsucht, denen Volksverhetzung im Zusammenhang mit der verbreiteten Musik vorgeworfen wird. Zudem gab es Durchsuchungen bei zehn Personen aus dem Umfeld der Hauptbeschuldigten, die jedoch nicht als tatverdächtig gelten. Auch im Ausland, konkret in Estland, Italien, Polen und Tschechien, fanden Razzien statt. Insgesamt waren etwa 400 Polizisten an den Einsätzen beteiligt. ### Linksextreme Razzia in Rostock nach Dresdner Angriffen Der NDR berichtet zudem von einer separaten Razzia in Rostock, die sich gegen mutmaßliche Linksextremisten richtete. Diese stand im Zusammenhang mit Angriffen auf Personengruppen in Dresden im August 2025. Dabei wurden sieben Männer im Alter von 20 bis 35 Jahren beschuldigt, gemeinsam mit unbekannten Tätern zwei Gruppen angegriffen zu haben. Die Ermittlungen laufen hier wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Sachbeschädigung. ### Kein Zusammenhang zwischen rechtsextremen Die Staatsanwaltschaft Rostock betonte, dass die Durchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern gegen die mutmaßliche rechtsextreme Gruppe nichts mit den Einsätzen gegen die Rockergruppe „Hells Angels“ in Reddelich zu tun hätten, wie der Nordkurier ergänzte. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück