# Großrazzia gegen Luxusauto-Steuerbetrug in der EU Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-06T10:46:18+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-06T10:46:18+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/grossrazzia-gegen-luxusauto-steuerbetrug-in-der-eu-775038/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Ermittler durchsuchen in fünf Ländern Objekte – Schaden: 100 Millionen Euro Bei einer länderübergreifenden Razzia gegen ein internationales Netzwerk im Luxusautohandel sind in Deutschland und Österreich 13 Menschen festgenommen worden. Wie das Wochenblatt-Reporter unter Berufung auf die Europäische Staatsanwaltschaft berichtet, wird ein mutmaßlicher Steuerschaden von rund 100 Millionen Euro vermutet, der öffentliche Haushalte in der EU betrifft. Die Ermittlungen richten sich gegen mehr als 50 Verdächtige, darunter zwei Steuerberater. Ihnen wird vorgeworfen, seit mindestens zehn Jahren ein System des sogenannten Karussellbetrugs genutzt zu haben, um Mehrwertsteuerregeln zwischen EU-Staaten auszunutzen. ## Ermittlungen laufen auf Hochtouren Am 4. November durchsuchten über 900 Einsatzkräfte in Deutschland, Österreich, Kroatien, Tschechien und Polen Objekte im Zusammenhang mit dem Verdacht. Dabei wurden Bankkonten gesperrt sowie Dutzende Fahrzeuge, Bargeld, Kryptowerte, Luxusuhren und eine Schusswaffe sichergestellt. In Berlin beschlagnahmten die Behörden zudem zwei Immobilien, darunter ein Gebäude mit einem Hostel. Nach Darstellung der Ermittler importierten Unternehmen in Berlin Luxusautos zum Nettopreis ohne Umsatzsteuer und nutzten Firmengeflechte sowie grenzüberschreitende Weiterverkäufe, um an einer Stelle die Umsatzsteuer nicht zu zahlen und an anderer Stelle erstatten zu lassen. ### Europäische Staatsanwaltschaft ermittelt Die Europäische Staatsanwaltschaft mit Sitz in Luxemburg ist für die Verfolgung von Straftaten gegen die finanziellen Interessen der EU zuständig. Dazu zählen unter anderem Steuerbetrug, Geldwäsche und Zollbetrug. An der Aktion waren auch Ermittler aus Frankfurt, Baden-Württemberg und Berlin beteiligt. Die genauen Hintergründe der Festnahmen und die Identität der Beschuldigten wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück