# Großeinsatz am Westerberg: Osnabrücker Polizei rückt wegen angeblicher Geiselnahme aus Datum: 27.07.2026 08:37 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/grosseinsatz-am-westerberg-osnabruecker-polizei-rueckt-wegen-angeblicher-geiselnahme-aus-735755/ --- Ein größerer Polizeieinsatz hat am Sonntagmittag im Osnabrücker Stadtteil Westerberg für Aufsehen gesorgt. Auslöser war ein Notruf, in dem ein Mann behauptete, seine Mutter als Geisel festzuhalten und mit einer Schusswaffe bewaffnet zu sein. Am Ende stellte sich die Bedrohungslage jedoch als offenbar vorgetäuscht heraus. Die Polizei ermittelt nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen einer Straftat, einem sogenannten „Swatting“. Gegen 12:50 Uhr meldete sich ein Anrufer direkt bei der Polizei. Er gab an, psychopathisch zu sein und seine Mutter in deren Wohnhaus als Geisel festzuhalten. Zudem behauptete er, über eine Schusswaffe zu verfügen. Als Forderungen nannte der Anrufer eine größere Menge Bargeld sowie Betäubungsmittel. Während des Telefonats nahmen die Beamten zwischenzeitlich auch eine weibliche Stimme wahr. ## Wohnhaus am Westerberg von Polizei umstellt Mehrere Streifenwagen rückten daraufhin zum Einsatzort am Westerberg aus und umstellten das Wohnhaus. Nach einiger Zeit verließ eine 57-jährige Frau das Gebäude. Sie wurde als Mutter des angeblichen Anrufers identifiziert. Zu diesem Zeitpunkt war das Telefonat bereits beendet. Die Frau erklärte den Einsatzkräften, sie sei allein im Haus gewesen und habe ihren 17-jährigen Sohn bereits seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen. ## 17-Jähriger meldet sich bei Polizei in Ibbenbüren Über den in Ibbenbüren lebenden Vater gelang es der Polizei, Kontakt zu dem Jugendlichen aufzunehmen. Der 17-Jährige erschien daraufhin freiwillig auf der Polizeidienststelle in Ibbenbüren. Dort bestritt er, etwas mit dem Notruf zu tun zu haben. Nach seinen Angaben soll vielmehr seine 18 Jahre alte Ex-Freundin hinter der Aktion stecken. ## Ermittlungen wegen „Swatting“ Gegen kurz vor 15 Uhr konnte die Polizei den Einsatz am Westerberg beenden. Verletzt wurde niemand. Die Ermittler gehen derzeit dem Verdacht nach, dass es sich um einen Fall des sogenannten „Swatting“ handelt. Dabei werden Polizei oder andere Rettungskräfte durch bewusst falsche Notrufe zu einem Großeinsatz veranlasst. Die Polizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen einer Straftat. Ob sich der Verdacht gegen die vom 17-Jährigen beschuldigte 18-Jährige erhärtet, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück