# Großbrand in Coswig: 20.000 Schweine sterben Datum: 15.07.2026 14:46 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/grossbrand-in-coswig-20-000-schweine-sterben-732714/ --- Feuer in Mastanlage: Millionen-Schaden und viele tote Tiere In der Nacht zum Mittwoch ist in einer Schweinemastanlage im Coswiger Ortsteil Düben (Landkreis Wittenberg) ein Großbrand ausgebrochen. Nach Angaben des Landkreises und des MDR standen dabei sechs Stallgebäude in Flammen. Rund 20.000 Schweine starben, wie sowohl der Spiegel als auch der MDR berichten. Die Polizei sprach zunächst von zwei komplett abgebrannten Stallungen, während der MDR von sechs betroffenen Ställen berichtete. Die genauen Umstände der Brandausbreitung sind noch unklar, die Ermittlungen zur Ursache laufen erst an, sobald die Brandstelle abgekühlt ist. ## Feuerwehr rettet über tausend Sauen Die Feuerwehr war mit bis zu 100 Einsatzkräften vor Ort, wie der MDR und der Kölner Stadt-Anzeiger übereinstimmend melden. Die Einsatzkräfte öffneten die Tore der Ställe, sodass einzelne Tiere fliehen konnten. Laut MDR überlebten etwa 1.300 Sauen, während der Spiegel und der Kölner Stadt-Anzeiger von nur wenigen geretteten Tieren im unteren zweistelligen Bereich berichten. Fünf Feuerwehrleute wurden leicht verletzt, zwei von ihnen mussten zur Beobachtung ins Krankenhaus. Zudem wurde eine Drehleiter der Coswiger Feuerwehr beschädigt. ### Brand verursacht neun Millionen Euro Schaden Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa neun Millionen Euro geschätzt, wie der Spiegel und der Kölner Stadt-Anzeiger übereinstimmend mitteilen. Das Feuer breitete sich durch Funkenflug aus und zerstörte etwa die Hälfte des Betriebs, während das Wohnhaus des Betreibers gerettet werden konnte. Durch umherfliegende Asche entstanden zudem kleinere Brände auf einem angrenzenden Feld, die ebenfalls gelöscht wurden. Anwohner wurden aufgrund des starken Brandgeruchs gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, diese Warnung wurde jedoch später aufgehoben. ### Tausende Tiere sterben im Stallbrand Amtstierarzt Thomas Müller erklärte dem MDR, dass vor allem Ferkel und Läufer – also etwas ältere Jungtiere – verendet seien. Zudem starben 1.700 Sauen. Die Aufräumarbeiten sollen von einer Spezialfirma übernommen werden, da die Kadaver mit Schadstoffen belastet sind. Landrat Christian Tylsch (CDU) bezeichnete die Situation vor Ort als katastrophal und kündigte an, dass sich ein Kriseninterventionsteam um die betroffene Familie kümmern werde. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück