# Greenpeace prangert wachsenden Reichtum deutscher Superreicher an Datum: 27.05.2026 16:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/greenpeace-prangert-wachsenden-reichtum-deutscher-superreicher-an-716659/ --- Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert nach Veröffentlichung des aktuellen „Global Wealth Reports“ der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) die wachsende Konzentration von Vermögen in Deutschland. Die Organisation sieht darin eine Folge eines ungerechten Steuersystems und fordert eine stärkere Beteiligung von Superreichen an den Kosten des Klimaschutzes. ## Greenpeace beklagt zunehmende Vermögenskonzentration Die Friedens- und Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die zunehmende Vermögenskonzentration in Deutschland scharf kritisiert. Anlass ist der diesjährige „Global Wealth Report“ der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG). „Die durch den Irankrieg gestiegenen Energiepreise lassen Millionen Haushalte im Land ächzen, aber die Superreichen im Land werden auch jetzt immer noch reicher“, erklärte Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace, am Mittwoch laut Greenpeace. Die Zahl der Menschen in Deutschland, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Millionen Euro) besitzen, ist dem „Global Wealth Report“ zufolge im vergangenen Jahr um rund 1.100 gestiegen. Insgesamt rund 5.000 Superreiche verfügen demnach über mehr als ein Viertel (27,3 Prozent) des Finanzvermögens in Deutschland von 12,4 Billionen Dollar, also knapp 3,4 Billionen. ### Kritik am Steuersystem Vargas führt die Entwicklung auf ein seiner Ansicht nach ungerechtes Steuersystem zurück. „Es kann nicht sein, dass Superreiche deutlich geringere Steuersätze zahlen als die hart arbeitende Mitte. Das birgt gesellschaftlichen Sprengstoff und vor allem raubt es dem Land den nötigen finanziellen Spielraum“, sagte der Finanzexperte laut Greenpeace. „Die Kommunen etwa stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand und können die nötigen Anpassungen nicht bezahlen, um die Bevölkerung vor den kommenden Hitzeperioden, Starkregen und Stürmen zu schützen.“ ### Forderung nach ökologischer Vermögensteuer Nach Ansicht von Vargas müssen „die breiten Schultern der Hochvermögenden, die maßgeblich zur Klimakrise beigetragen haben“, stärker als bisher an den Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor den Folgen der Klimakrise beteiligt werden. „Die von Greenpeace vorgeschlagene ökologische Vermögensteuer für Superreiche würde der öffentlichen Hand jährlich mindestens 25 Milliarden Euro einbringen. Geld, das dort ankäme, wo es buchstäblich brennt: in den Kommunen, die sich für zunehmende Extremwetter rüsten und Hitze-Aktionspläne umsetzen müssen“, so Vargas laut Greenpeace. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück