# Greenpeace geißelt Autofahrer-Entlastungen als Kurs auf fossilen Infarkt Datum: 14.04.2026 05:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/greenpeace-geisselt-autofahrer-entlastungen-als-kurs-auf-fossilen-infarkt-702528/ --- Umweltverbände haben die geplanten Entlastungen der Bundesregierung für Autofahrer sowie Vorhaben zur Erschließung heimischer Gasvorkommen deutlich kritisiert. Greenpeace und Deutsche Umwelthilfe werfen der Bundesregierung vor, das Land weiter in die Abhängigkeit von fossilen Energien zu führen und Steuergelder ineffizient einzusetzen. Sie fordern stattdessen Maßnahmen, die eine rasche Unabhängigkeit von Öl und Gas ermöglichen. ## Greenpeace warnt vor "fossilem Infarkt" Greenpeace kritisiert die geplanten Entlastungen der Koalition für Autofahrer scharf. Lena Donat, Greenpeace-Mobilitätsexpertin, sagte dem Tagesspiegel: „Die Bundesregierung steuert das Land mit diesem Paket weiter Richtung fossiler Infarkt“. Die Politik der Bundesregierung sei „etwa so sinnvoll, wie den Preis auf Rettungsringe zu senken, wenn ein Schiff sinkt“. Statt kurzfristige Trostpflaster zu verteilen, müsse verantwortungsvolle Politik dafür sorgen, so schnell wie möglich von Öl und Gas unabhängig zu machen. Auf hohe Öl- und Gaspreise mit niedrigeren Energiesteuern zu reagieren, „verpulvert tagtäglich Millionen an Steuergeldern und das vor allem an Gutverdienende mit großen Spritschluckern“, so Donat laut Tagesspiegel. Stattdessen müsse man so schnell wie möglich von Öl und Gas unabhängig werden. Die Regierung solle den Menschen helfen, aus der „fossilen Falle“ herauszukommen, etwa über ein Mobilitätsgeld, forderte Donat gegenüber dem Tagesspiegel. „Jeder neue Verbrenner, jede weitere Gasheizung, die heute noch verkauft wird, vergrößert unsere fossile Abhängigkeit“, so Donat. ### Deutsche Umwelthilfe gegen neue Gasförderung Auch die Deutsche Umwelthilfe stellt sich gegen energiepolitische Pläne der Bundesregierung. Sie kritisiert insbesondere Vorhaben, heimische Gasvorkommen zu erschließen. „Ein Wiedereinstieg in die nationale Gasförderung bringt kurzfristig keinen Nutzen“, sagte Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, dem Tagesspiegel. Müller-Kraenner erklärte dem Tagesspiegel, auch langfristig würden nur ausgewählte Unternehmen der Gasindustrie profitieren. „Die Bundesregierung stellt sich damit in den Dienst der Gaslobby“, sagte Müller-Kraenner. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück