# Glücksgefühle-Festival wird zur politischen Bühne Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-06T15:47:19+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-06T15:47:19+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gluecksgefuehle-festival-wird-zur-politischen-buehne-752393/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Künstler setzen mit Alphaville-Hit Zeichen gegen Ausladung Das Glücksgefühle-Festival in Hockenheim sollte eigentlich eine unpolitische Bühne bieten. Doch nach der Ausladung der Band Alphaville wegen politischer Äußerungen ihres Sängers Marian Gold entwickelte sich das Event zu einer Plattform für klare Statements. Wie die Berliner Zeitung berichtet, spielten mehrere Künstler den Hit „Forever Young“ als Zeichen der Solidarität – darunter DJ Alle Farben, Rapperin Nura und Ski Aggu. Die Veranstalter hatten Alphaville zunächst aus dem Programm genommen, nachdem Marian Gold sich gegen rechtsradikale Tendenzen positioniert hatte. ## Band lehnt Einladung ab doch Hit erklingt Nach massiver Kritik luden sie die Band zwar wieder ein, doch diese lehnte ab. Dennoch hallte ihr größter Hit über den Hockenheimring. Schon am Donnerstagabend, beim Vor-Auftakt, baute Alle Farben den Song in sein Set ein. ### Künstler nutzen Bühne für politische Statements Am Freitag folgte Nura, die betonte, dass ihre Auftritte stets politisch seien. Sie verwies darauf, dass andere, rechts positionierte Künstler weiterhin auftreten durften, während Alphaville zum Politikum erklärt wurde. Auch Ski Aggu nutzte seinen Auftritt für ein Plädoyer für Meinungsfreiheit und Demokratie. Im Laufe des Wochenendes griffen weitere Acts wie der britische Singer-Songwriter Tom Gregory und der Kölner Männerchor Die Grüngürtelrosen den Song auf. ### Festival-Hymne entzündet unerwünschte Debatte Was als spontane Geste begann, wurde so zur informellen Hymne einer Debatte, die das Festival eigentlich vermeiden wollte. Das Glücksgefühle-Festival, organisiert von Lukas Podolski und Markus Krampe, gilt als eines der größten Musikfestivals Deutschlands mit Hunderttausenden Besuchern. Gerade diese große Bühne machte den Vorfall besonders brisant. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück