# Gewerkschaften gegen SPD-Pläne zur Schwerarbeitsrente Datum: 07.08.2026 06:52 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gewerkschaften-gegen-spd-plaene-zur-schwerarbeitsrente-740355/ --- Verdi und IG Metall lehnen die Idee der SPD ab, bestimmte Berufsgruppen durch Ausnahmeregelungen früher in Rente gehen zu lassen. Frank Werneke betont, eine Differenzierung nach Belastung sei nicht objektiv möglich. Stattdessen sollten alle langjährig Versicherten die gleichen Rechte haben, so Werneke. ## Ablehnung berufsabhängiger Regelungen Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke sagte am Donnerstag zum Onlineportal von ntv: "nichts davon, zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen zu unterscheiden". Damit reagierte er auf einen Vorschlag von SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese. Dieser hatte angeregt, nach dem Vorbild der österreichischen Schwerarbeitspension bestimmten Berufsgruppen ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben zu ermöglichen. Werneke führte aus: "Wer will von außen betrachtet beurteilen, ob 45 Versicherungsjahre mehr oder weniger belastend gewesen sind?". Das Belastungsempfinden und die gesundheitliche Situation seien von Mensch zu Mensch zu unterschiedlich, um hier mit objektiven Kriterien zu arbeiten. In Österreich dürfen zahlreiche, vom dortigen Arbeitsministerium festgelegte Berufsgruppen mit vergleichsweise geringen Abschlägen vor dem Regelrenteneintrittsalter in den Ruhestand gehen. ### Gemeinsame Front mit IG Metall Gemeinsam mit der IG Metall spricht sich Verdi gegen Wieses Pläne aus. Ralf Reinstädtler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall für Sozialpolitik, erklärte dem Onlineportal von ntv: „Wer 45 Jahre gearbeitet hat, das Land am Laufen gehalten und Monat für Monat Steuern und Beiträge gezahlt hat, egal in welchem Beruf, hat eine gute Rente verdient“. Werneke verwies zudem auf wachsende Unterstützung unter den Ministerpräsidenten von SPD und CDU. Diese erkennen zunehmend, dass der Vorschlag der Rentenkommission der Bundesregierung, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen, falsch sei. "Die geplante Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte missachtet die Lebensleistung der betroffenen Menschen, daher muss diese Rentenform erhalten bleiben", so der Verdi-Chef. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück