# Gewerkschaft fordert harte Konsequenzen nach JVA-Foltervorwürfen Augsburg Datum: 30.05.2026 08:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gewerkschaft-fordert-harte-konsequenzen-nach-jva-foltervorwuerfen-augsburg-717610/ --- Der Bund der Strafvollzugsbediensteten (BSBD) fordert im Zusammenhang mit schweren Vorwürfen gegen Bedienstete der Justizvollzugsanstalt (JVA) Augsburg-Gablingen konsequente personelle Konsequenzen, sollten sich die Anschuldigungen bestätigen. Hintergrund sind Berichte über mutmaßliche Folter und Demütigungen von Häftlingen sowie brisante interne Chatgruppen. ## BSBD fordert Suspendierung bei bestätigten Straftaten BSBD-Vorsitzender Rene Müller dringt auf deutliche Reaktionen, falls sich die Vorwürfe gegen die beschuldigten JVA-Bediensteten bewahrheiten. „Wenn JVA-Beamte sich kriminell verhalten – und das ist das passende Wort für diese Vorwürfe – gehören sie selbstredend vom Dienst suspendiert“, sagte Müller der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). Müller betonte zugleich, dass die Ereignisse nicht zur Pauschalisierung des gesamten Berufsstands führen dürften. Mit Blick auf die Berichte über die bayerische Anstalt sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Was aus Augsburg zu hören ist, klingt allerdings derart nach struktureller Verrohung, da lässt sich kaum was schönreden“. ### Forderung nach lückenloser Aufklärung Der Gewerkschaftsvorsitzende verlangte eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe durch die zuständigen Ermittlungsbehörden. Er betonte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, bis zum Abschluss der Ermittlungen werde es vonseiten der Strafvollzugsgewerkschaft keine Vorverurteilung geben. „Wir erleben es sehr oft, das Kollegen ohne Grund Straftaten bezichtigt werden“, sagte er der noz weiter. Die JVA Augsburg-Gablingen steht im Fokus, weil dort JVA-Beamte über Jahre hinweg Häftlinge gefoltert und gedemütigt haben sollen. Mittlerweile wurde Anklage gegen mehrere Beamte erhoben. ### Brisante Chatgruppen und Kritik an fehlender Professionalität Zusätzliche Brisanz erhalten die Vorwürfe durch Berichte des Bayerischen Rundfunks über interne Chatgruppen, in denen sich die mutmaßlichen Täter mit ihrem Vorgehen gebrüstet haben sollen. Selbst wenn sich solche Nachrichten nur als Angeberei entpuppen sollten, steht für Gewerkschaftschef Müller fest: „Professionell ist das alles nicht und hat so auch nichts in einer JVA zu suchen.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück