# Gesundheitsökonom fordert höhere Krankenhauszuzahlungen für Patienten Datum: 25.02.2026 00:22 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gesundheitsoekonom-fordert-hoehere-krankenhauszuzahlungen-fuer-patienten-685558/ --- Der Gesundheitsökonom Boris Augurzky vom RWI-Leibniz-Institut hat eine Erhöhung der Zuzahlungen im Krankenhaus gefordert. Zudem sprach er sich für ein umfassendes Reformpaket im Gesundheitswesen aus und wandte sich gegen eine Streichung freiwilliger Kassenleistungen wie Homöopathie. ## Forderung nach höherer Krankenhaus-Zuzahlung Gesundheitsökonom Boris Augurzky vom RWI-Leibniz-Institut plädiert für eine Anhebung der Eigenbeteiligung von Patienten im Krankenhaus. „Die Zuzahlung im Krankenhaus wurde 2004 eingeführt, für einen Krankenhaustag zahlen Patienten seitdem zehn Euro zu. Diese Zuzahlung sollte der Staat auf 15 Euro erhöhen, um sie an die Inflation anzupassen“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Nach seinen Angaben könnte eine solche Erhöhung einen spürbaren Beitrag zur Finanzierung leisten. „Das könnte einige Hundert Millionen Euro bringen. Auch beim Friseur haben sich schließlich die Preise erhöht“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“. ### „Man müsse alle Gruppen belasten“ Der Essener Ökonom betonte, es reiche nicht aus, nur bestimmte Akteure im Gesundheitswesen stärker zu belasten. Man müsse alle Gruppen belasten, nicht nur Ärzte und Kliniken, sondern auch die Patienten, so der Essener Ökonom. Vor allem ältere Menschen wären von höheren Zuzahlungen betroffen: „Die Älteren gehen häufiger zum Arzt und in die Klinik, sie würden die höheren Zuzahlungen besonders treffen – doch das wäre generationengerecht und steuert. Sonst tragen allein die Beitragszahler die Lasten“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“. Er sprach sich dafür aus, Reformen nicht in isolierten Schritten anzugehen. „Statt über Einzelmaßnahmen zu diskutieren, sollte man ein Gesamtpaket diskutieren. Dann sind unpopuläre Maßnahmen auch leichter durchzusetzen“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“. ### Widerspruch im Streit um freiwillige Kassenleistungen Im Streit um freiwillige Kassenleistungen wie Homöopathie widerspricht Augurzky Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der eine Streichung dieser Angebote fordert. „Der Vorschlag von Herrn Gassen ist naheliegend, doch er ist nicht zielführend: Wenn der Staat alle freiwilligen Leistungen streicht, mit denen die Kassen in den Wettbewerb gehen können, gibt es keinen großen Wettbewerb mehr“, sagte Augurzky der „Rheinischen Post“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück