# Geopolitische Entspannung treibt Dax zum Wochenstart deutlich höher Datum: 15.06.2026 17:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/geopolitische-entspannung-treibt-dax-zum-wochenstart-deutlich-hoeher-722779/ --- Der Dax ist am Montag mit deutlichen Gewinnen in die Woche gestartet. Der Leitindex schloss den Xetra-Handel bei 24.894 Punkten und lag damit 1,1 Prozent über dem Stand des vorherigen Handelstags. Begleitet wurde der Anstieg von vorsichtigem Optimismus an den Märkten, zugleich blieben geopolitische Risiken im Fokus der Anleger. ## Standardwerte gefragt, Trendbranchen unter Druck Zum Wochenbeginn griffen Investoren verstärkt bei deutschen Standardwerten zu. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Dax bei 24.894 Punkten, was einem Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag entspricht. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sagte dazu der dts Nachrichtenagentur: „Die Anleger in Frankfurt nutzten heute zwar die geopolitischen Entspannungssignale, um sich in deutschen Standardwerten einzukaufen, wurden aber gleichzeitig vorsichtiger bei Aktien aus den bisherigen Trendthemen wie Halbleiter- und Rüstungsaktien.“ Nach seinen Worten sorgte insbesondere eine politische Entwicklung in den USA für eine temporäre Beruhigung: „Durch das von US-Präsident angekündigte Friedensabkommen gewinnen die Anleger zunächst nur Gelegenheit für ein kurzes Verschnaufen in den kommenden 60 Tagen. In dieser Zeit sollen Irans Atomkraftambitionen verhandelt und dafür letztlich eine finale Lösung gefunden werden.“ Lipkow warnte zugleich vor überzogenem Optimismus. Die Gefahr einer erneuten Eskalation sei seiner Einschätzung nach weiterhin vorhanden und lediglich etwas reduziert. Der von ihm als Pyrrhussieg der USA im Iran bezeichnete Erfolg müsse sich erst in den kommenden Tagen und Wochen als tragfähig erweisen. Nach seiner Darstellung sei im Nahen Osten noch kein dauerhafter Frieden erreicht, sondern lediglich eine Waffenruhe, und es brauche nicht viel, um „die Lunte des Pulverfasses wieder zu zünden“. ### Konjunktursorgen und Hoffnung auf Belebung Mit Blick auf Europa sprach Lipkow laut dts Nachrichtenagentur von einem insgesamt gelungenen Start in die Woche: „Insgesamt konnte sich der Wochenstart in Europa aber sehen lassen und die Investoren schauen wieder zuversichtlicher in die Zukunft.“ Diesen Zweckoptimismus bezeichnete er zugleich als notwendig: „Zweckoptimismus ist allerdings auch dringend notwendig, da sich die konjunkturelle Situation in der Eurozone weiterhin wackelig zeigt.“ Zur Untermauerung verwies Lipkow auf aktuelle Wirtschaftsdaten: „Die Industrieproduktion ist im vergangenen Monat nur um lediglich 0,1 Prozent gestiegen, gerechnet wurde mit einem Plus von 0,2 Prozent.“ Vor diesem Hintergrund setzten Anleger nach seinen Worten auf eine schrittweise Verbesserung: „Mit der Beruhigung bei den Energiepreisen hoffen die Anleger nun auf eine langsame Belebung der Wirtschaft in Europa und wieder mehr Investitionen der Unternehmen. Insbesondere die Rückkehr der Konsumfreudigkeit ist für eine Rückkehr des Wachstums unabdingbar.“ ### SpaceX, Währungen und Rohstoffe im Blick Neben den geopolitischen und konjunkturellen Themen beobachteten Investoren nach Angaben von Lipkow laut dts Nachrichtenagentur auch den Technologiesektor genau. „Die Investoren schauen aber auch mit Argusaugen auf die weitere Kursentwicklung der SpaceX-Aktie. Elon Musks hat mit seinem Mega-IPO und vielen Visionen zahllose Investoren angelockt, jetzt muss sich die Aktie im rauen Fahrwasser des Aktienmarktes bewähren. Speziell sind viele Privatanleger auf die US-Version der Volksaktie aufgesprungen, deren Verhalten nicht wirklich abschätzbar ist“, sagte Lipkow. An den Devisenmärkten zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung am Montagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1602 US-Dollar, ein Dollar war im Gegenzug für 0,8619 Euro zu haben. Deutliche Bewegungen gab es auch am Rohstoffmarkt. Der Goldpreis legte stark zu: Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.354 US-Dollar gezahlt, ein Anstieg um 3,2 Prozent. Das entspricht einem Preis von 120,67 Euro pro Gramm. Der Ölpreis entwickelte sich dagegen rückläufig. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 83,03 US-Dollar, 430 Cent oder 4,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück