# Geheime Verhandlungen: USA drängen Deutschland zu höheren Medikamentenpreisen Datum: 09.06.2026 11:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/geheime-verhandlungen-usa-draengen-deutschland-zu-hoeheren-medikamentenpreisen-720695/ --- Die Bundesregierung verhandelt einem Medienbericht zufolge seit Monaten vertraulich mit dem US-Gesundheitsministerium über die Preise für Medikamente. Hintergrund ist demnach die Forderung von US-Präsident Donald Trump, dass Deutschland und andere europäische Länder höhere Arzneimittelpreise zahlen sollen. Während Washington argumentiert, die USA finanzierten mit hohen Preisen Forschung und Entwicklung, weist Berlin pauschale Preiserhöhungen zurück und setzt auf Investitionen in Forschung. ## Vertrauliche Gespräche über Medikamentenpreise Die Bundesregierung befindet sich offenbar seit mehreren Monaten in einem streng vertraulichen „High-Level-Dialog“ mit dem US-Gesundheitsministerium über Medikamentenpreise. Das berichtet das Nachrichtenportal Politico unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Hintergrund der Gespräche des Gesundheits- und Wirtschaftsministeriums mit der US-Administration ist demnach eine Forderung von Präsident Donald Trump, dass Deutschland und andere europäische Länder höhere Medikamentenpreise zahlen sollen. Washington kritisiert laut Politico, dass die USA mit ihren höheren Preisen die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel finanzierten, während Europa davon als Trittbrettfahrer profitiere. ### Berlin lehnt pauschale Preiserhöhungen ab Washington übt in den Gesprächen nach Angaben von Politico Druck auf Berlin aus, da die Preise für patentgeschützte Arzneimittel in Deutschland deutlich niedriger sind als in den USA. Die Bundesregierung lehnt eine pauschale drastische Erhöhung der Arzneimittelpreise angesichts des Milliardendefizits in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) jedoch ab. Stattdessen will sie mit den USA Lösungen erkunden, wie in Deutschland mehr in Forschung und Entwicklung investiert werden kann. Auch die EU hat Interesse am Inhalt der Gespräche. Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi ist am heutigen Dienstag in Berlin, wo er unter anderem mit Gesundheitsministerin Nina Warken und im Kanzleramt mit dem Europaberater von Friedrich Merz, Michael Clauß, sprechen wird. ### Signalwirkung anderer Abkommen Großbritannien hat Politico zufolge bereits ein Pharma-Abkommen mit den USA geschlossen, das britischen Herstellern den zollfreien Export von Arzneimitteln in die USA garantiert. Im Gegenzug soll das staatliche Gesundheitssystem, der NHS, mehr für US-Medikamente ausgeben. Auf Anfrage des Magazins wollten sich weder das Gesundheits- und Wirtschaftsministerium noch das US-Gesundheitsministerium zu den laufenden Gesprächen äußern, berichtet Politico. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück