# Gedenken und Proteste in Berlin am 7. Oktober Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-08T07:46:40+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-08T07:46:40+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gedenken-und-proteste-in-berlin-am-7-oktober-764348/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Hunderte gedenken der Opfer – gleichzeitig kommt es zu Festnahmen bei Palästina-Demo. Am dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel haben in Berlin gegensätzliche Kundgebungen stattgefunden. Während auf dem Bebelplatz rund 1.700 Menschen unter dem Motto »Nie vergessen. Niemals schweigen« der Opfer gedachten, versammelten sich in Kreuzberg mehrere Hundert Teilnehmer zu einer propalästinensischen Demonstration. Wie die Zeit unter Berufung auf die Polizei berichtet, kam es dort zu Festnahmen wegen verbotener Hamas-Symbole und Straftaten gegen Einsatzkräfte. ## Dobrindt warnt vor antisemitischem Gift Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verurteilte bei der Gedenkveranstaltung Antisemitismus scharf als »abscheuliches Gift« und betonte die Notwendigkeit, sich täglich dagegen zu wehren. Die Demonstration in Kreuzberg zog mit Sprechchören wie »Yallah, yallah Intifada« durch den Stadtteil, wie der Tagesspiegel schreibt. Die Polizei löste den Zug schließlich wegen wiederholter Verstöße gegen Auflagen und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit auf. ### Thunberg und Woidke bei Gedenkveranstaltungen Unter den Teilnehmern war auch die Umweltaktivistin Greta Thunberg, die sich mit einem Plakat »One genocide does not justify another« positionierte. Parallel dazu fanden in der Stadt weitere Gedenkveranstaltungen statt, darunter ein interreligiöser Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterstrich dort, jüdisches Leben gehöre zu Deutschland genauso wie der Islam. Die Berliner Polizei hatte für den Tag rund 1.000 Einsatzkräfte mobilisiert, um die zehn angemeldeten Versammlungen abzusichern, wie die Tagesschau meldet. ### Salzborn warnt vor Täter-Opfer-Umkehr Acht davon waren Solidaritätskundgebungen mit Israel, zwei propalästinensische. Der Antisemitismusbeauftragte Samuel Salzborn warnte vor einer Täter-Opfer-Umkehr in der Debatte und erinnerte daran, dass der Angriff vom 7. Oktober 2023 ein bestialischer antisemitischer Terroranschlag gewesen sei. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück