# GdP kritisiert Abwerbung von Polizisten durch CDU-Minister Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-01T10:02:11+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-01T10:02:15+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/gdp-kritisiert-abwerbung-von-polizisten-durch-cdu-minister-761901/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) übt scharfe Kritik an den Versuchen der Innenminister aus Brandenburg und Baden-Württemberg, nach den Landtagswahlen Polizisten aus Berlin und Sachsen-Anhalt abzuwerben. GdP-Chef Jochen Kopelke warnt vor einer Instrumentalisierung der Beamten. ## Kritik an Social-Media-Kampagnen und Personalverlust Polizisten seien "keine Schachfiguren der Politik und keine Trophäen im Wettbewerb der Innenminister", sagte Kopelke den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). „Innere Sicherheit ist kein Social-Media-Projekt für Klicks und Reichweite“, mahnte der GdP-Bundesvorsitzende weiter. Er beklagte, dass Sicherheitsbehörden Personal, Nachwuchs und wertvolle Zeit verlören, während politische Akteure mit solchen Aktionen Aufmerksamkeit erzeugen wollten. ### Abwerbeversuche nach Wahlergebnissen In der vergangenen Woche hatte sich der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) nach dem Wahlerfolg der Linken in Berlin öffentlich an die Polizisten in der Hauptstadt gewandt und sie eingeladen, sich in seinem Bundesland zu bewerben. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) warb in dieser Woche auf Instagram um Polizei-Bewerber aus Berlin und Sachsen, die sich um die politische Zukunft in ihren Heimatländern sorgten. Trotz der Kritik an den Abwerbeversuchen forderte die GdP, den Wechsel von Polizisten zwischen Bundesländern zu erleichtern und verlässlich zu regeln. "Wir begrüßen ausdrücklich, dass die bisherige informelle Verabredung der Innenministerkonferenz, Länderwechsel möglichst zu verhindern, offensichtlich nicht mehr funktioniert", sagte Kopelke. Wenn Polizisten ihren Dienstherrn verlassen wollten, müssten Politik und Behörden die Gründe dafür ernst nehmen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück