# GdP-Chef verteidigt geplantes Abschiebeterminal am Flughafen München Datum: 15.07.2026 00:44 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/gdp-chef-verteidigt-geplantes-abschiebeterminal-am-flughafen-muenchen-732533/ --- Am Flughafen München soll ein neues Abschiebeterminal entstehen, das bis zu 100 Abschiebungen pro Tag ermöglichen soll. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, verteidigt das Vorhaben gegen wachsende Kritik aus der bayerischen Landeshauptstadt. Er bezeichnet die geplanten Einrichtungen an den Flughäfen München und Frankfurt als „sehr hilfreich“ und für Deutschland als „gutes Konzept“. ## GdP: Abschiebeterminals als „gutes Konzept“ Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, sieht im geplanten Abschiebeterminal am Flughafen München ein wichtiges Instrument zur Durchsetzung von Ausreisepflichten. Die Einrichtung von Abschiebeterminals an den Flughäfen in München und Frankfurt sei „sehr hilfreich“ und für Deutschland ein „gutes Konzept“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Nach den Worten von Roßkopf gelten die Asylbewerber, die in solchen Terminals untergebracht sind, als im rechtlichen Sinne nicht eingereist. Laut dem neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystem könnten sie dort innerhalb von sieben Tagen identifiziert, ärztlich untersucht und dahingehend überprüft werden, ob bereits in einem anderen Land ein Asylantrag vorliege. „Haben diese Menschen keinen Asylanspruch, sind die Fluggesellschaften verpflichtet, sie wieder dorthin zu bringen, wo sie hergekommen sind“, sagte Roßkopf dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Am Flughafen in Frankfurt am Main existiere zu diesem Zweck seit kurzem bereits ein größeres Gebäude. Nun solle etwas Vergleichbares in München entstehen. ### Ziel: Mehr Abschiebungen aus Deutschland Roßkopf verwies auch auf die Zahl der ausreisepflichtigen Personen im Bundesgebiet. „Es gibt rund 40.000 ausreisepflichtige Menschen in Deutschland. Von der Zahl kommen wir bisher nicht runter. Das Ziel ist deshalb, die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen. Es gilt, die Menschen, die kein Bleiberecht haben, wieder herauszubekommen aus Deutschland“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. ### Kritik und Proteste in München In der bayerischen Landeshauptstadt regt sich gegen den geplanten Bau des Abschiebeterminals Widerstand. Die Anlage soll 100 Abschiebungen pro Tag ermöglichen. Am Dienstag fand aus Anlass der Sitzung des Flughafenaufsichtsrates eine entsprechende Kundgebung statt. Zu den Kritikern zählt Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück